Windhose bringt zwischen Bothel und Hemsbünde Bäume zu Fall - Von Nina Baucke

Zerstörung in 15 Minuten

Die Einsatzkräfte mussten schweres Gerät auffahren, um zu dem verunglückten Auto und dessen Fahrer vorzudringen.
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Bothel. Eine gute Viertelstunde dauerte der Spuk und dann war es wieder vorbei: Eine Windhose fegte vergangenen Montag gegen 16.30 Uhr durch die Samtgemeinde Bothel und sorgte dabei innerhalb der kurzen Zeit für Einiges an Zerstörung. Mit dem Wind kam zudem ein heftiger Schlagregen und ein Temperatursturz von 34 runter auf 21 Grad Celsius. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt Dennis Preißler, Pressesprecher der Samtgemeinde-Feuerwehr.

Vor allem ist der Hemsbünde direkt sowie der angrenzende Wald Richtung Bothel betroffen – wobei allerdings lediglich Sachschaden entstand und niemand verletzt wurde. Bei Hemsbünde hatte das Unwetter eine breite Schneise geschlagen und Bäume wie Streichhölzer umgeknickt.

„Es gab einige Hof-Eichen in Hemsbünde, mit einem Stamm-Durchmesser von einem Meter, die durch den Sturm umgekippt sind“, beschreibt Preißler. „Da sind unsere Motorsägen schon an ihre Grenzen gekommen, dass wir uns weitere Sägen ausleihen mussten.“

Ein Baum war auf dem Dach eines Wohnhauses in Hemsbünde gelandet und hatte es beschädigt, in Worth hatte der Sturm auf die gleiche Weise eine Garage in Mitleidenschaft gezogen.

Glück im Unglück hatte ein Autofahrer, den die Windhose während der Fahrt zwischen Bothel und Hemsbünde erwischte: Der Sturm hatte eine Eiche zu Fall gebracht, die auf den Pkw krachte. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon, die Feuerwehr musste ihn allerdings aus dem Auto befreien. „Wir sind zunächst gar nicht zur Unglückstelle vorgedrungen“, berichtet Preißler. „Ohnehin sind wir zunächst nur alarmiert worden, um einen Baum von der Straße zu entfernen. Dann wurde daraus ein Großeinsatz.“ In dessen Rahmen mussten die Brandschützer den Weg zum Unfallfahrzeug „freischaufeln“ – mit mithilfe von einem Trecker und einem Teleskopkran. Dann erst gelang es ihnen, den Fahrer unverletzt aus dem vollständig zerstörten Fahrzeug zu bergen.

Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehren aus der Samtgemeinde waren an diesem Abend in Hemsbünde und Bothel unterwegs. „Es waren schon so viele Einsätze, dass wir quasi unsere eigene Leitstelle waren und alles direkt selbst koordiniert haben“, erläutert Preißler.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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