Visselhöveder Stadtbücherei schließt sich dem Onleihe-Portal Nbib24 an - Von Nina Baucke

Lesefutter digital

Sigrid Indorf (links) und Ute Grigo freuen sich darüber, dass sich das Angebot der Visselhöveder Stadtbücherei um einen großen Bereich erweitert. Foto: Nina Baucke
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Visselhövede. Für so einige Puristen der alten Schule geht nichts über ein klassisches, gebundenes Buch in der Hand. Und dennoch sind E-Books längst in mitten der Lesekultur angekommen und ein Teil von ihr. Dem trägt nun auch die Visselhöveder Stadtbücherei Rechnung und bietet ihren Nutzern ab sofort auch einen Zugang zum Onleihe-Portal von Nbib24 – inklusive E-Books, aber auch eine Auswahl von Zeitschriften, Musik und Videos.

„Schon vor einigen Jahren haben wir unseren Nutzern auf den Zahn gefühlt und das Interesse an der Onleihe abgefragt. Da hieß es schon: Ja, gerne!“, erinnert sich Büchereileiterin Sigrid Indorf. Die Umsetzung nahm endgültig Fahrt auf, als Rathausmitarbeiterin Ute Grigo die Zuständigkeit für die Bücherei bei der Stadt übernahm und die zuständigen Gremien einen Anschluss der Visselhöveder Einrichtung an das Netzwerk, das die Büchereizentrale Niedersachsen koordiniert, finanziell unterstützten. Neben E-Books gehören auch Audio-Dateien mit klassischer Musik sowie als Videos Dokumentationen zum erweiterten Portfolio der Visselhöveder Stadtbücherei. Dazu kommen die E-Paper-Ausgaben von Zeitungen und Magazinen wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, Der Spiegel und die Wirtschaftswoche.

„Uns erschließt die Onleihe auf jeden Fall neue Nutzergruppen“, ist Indorf überzeugt. Darunter die Visselhöveder, die auf der Suche nach einem Online-Angebot zu anderen Bücherein und Bibliotheken in der Umgebung gewechselt waren und nun wieder zurückkommen. „Dieses Angebot spricht viele Leser an – und es hat einen Vorteil.“ Denn die Onleihe ist rund um die Uhr und weltweit abrufbar, Nutzer können demnach auch beispielsweise beim Urlaub im Ausland sich neuen Lesestoff auf den E-Book-Reader herunterladen. Das Ganze funktioniert wie ein Online-Shop: Der Kunde durchforstet über die Internetseite von Nbib24 oder der Onleihe-App den Medienbestand und legt die gewünschten Titel in einen Warenkorb. Darauf meldet er sich mit den Zugangsdaten seines Benutzerausweises an. Die E-Books sind in den gängigen Formaten PDF und EPUB sowie die Videos in WMV verfügbar. Das Audio-Streaming erfolgt im Format MP3. Das Lesen ist auf den meisten handelsüblichen Readern möglich, eine Ausnahme allerdings stellt der Kindle von Amazon dar. Für die Onleihe ist ein Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder die Onleihe-App notwendig. Zudem muss der Nutzer einmalig eine „Adobe-ID“ einrichten. Die Medien sind mit einem sogenannten Digital Rights Management (DRM) versehen.

Insgesamt kann jeder Inhaber des Leseausweises bis zu sechs Geräte, beispielsweise neben einem E-Book-Reader auch das Smartphone oder das Tablet sowie PCs und Laptops anmelden. Sind alle zur Verfügung stehenden Exemplare eines Titels entliehen, kann der Nutzer sie mit einem Klick vormerken. Als Ausleihefrist gelten wie beim analogen Buch drei Wochen, bei Zeitungen ist es eine Stunde. Anstatt das Medium im Anschluss zurückzubringen, ist es einfach nicht mehr aufrufbar. „Mahngebühren gibt es daher bei der Onleihe nicht, die ,Rückgabe‘ läuft stattdessen automatisch“, sagt Indorf. „Man muss daher nicht mehr an Fristen denken“, betont auch Grigo. Die Preise für den Leseausweis ändern sich durch das erweiterte Angebot indes nicht. „Der Nutzer braucht lediglich einen gültigen Ausweis“, so die Büchereileiterin weiter.

Für Fragen ist Indorf mit ihrem Team montags bis freitags von 14.30 bis 18 Uhr in der Stadtbücherei im Haus der Bildung vor Ort, sowie samstags von 9.30 bis 12 Uhr. Telefonisch ist die Einrichtung unter 04262/4620 erreichbar.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
 04261 / 72 -433
 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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