Visselhöveder SPD hofft auf mehr Attraktivität für den Bahnhof

Aus für die „Tropfsteinhöhle“

Tam Ofori-Thomas hofft, dass der Bahnhof für Reisende attraktiver wird.
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Visselhövede (nin). Lange Wege kommen künftig auf die Bahnreisenden zu, die am Visselhöveder Bahnhof von Bahnsteig zu Bahnsteig wollen: Das war aus den Plänen hervorgegangen, die die Bahn im vergangenen Jahr dem Rat und der Verwaltung der Stadt vorgestellt hatte. Trotz aller damals vorgebrachter Kritik will sich die Visselhöveder SPD nun mit den Gegebenheiten arrangieren. „75 Prozent sind besser als der aktuelle Zustand“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Tam Ofori-Thomas.

Großer Kritikpunkt war die Route, die die Pläne der Bahn für die Reisenden im Falle eines Bahnsteigwechsels vorsahen: vom Bahnhofsgelände zur Bahnhofstraße, über den Bahnübergang Rosenstraße und einen kleinen Schlenker zu Bahnsteig zwei. Denn die sanierungsbedürftige Unterführung spielt in den Kalkulationen der Bahn keine Rolle mehr und soll verschüttet werden. „Wir haben für den Umbau der Station Visselhövede verschiedene Varianten untersucht und verglichen, dabei hat sich eine Vorzugsvariante herauskristallisiert: Der heutige Zugang über die Personenunterführung würde aufgegeben, weil hier eine Nachrüstung mit Aufzügen erforderlich würde, um die behindertengerechte Erreichbarkeit sicherzustellen. Die hierfür erforderlichen Ausgaben bei der Erstellung und die laufenden Kosten stünden aber in keinem Verhältnis zu den geringen Reisendenzahlen“, heißt es in einer Begründung der Bahn.

„Wer täglich erlebt, wie Reisende ganz besonders die Pendler durch die ,Tropfsteinhöhle‘ die Treppen rauf und runter gehen müssen, um anschließend einen enorm großen Schritt in den Zug zu machen, nimmt auch diese 75-Prozent-Lösung an“, so Ofori-Thomas.

Denn Barrierefreiheit ist das angestrebte Ziel der Sanierungsmaßnahmen, und in diesem Sinne sollen auch die Bahnsteige erhöht werden, um einen problemslosen Zustieg in den Zug zu ermöglichen. „Diese Lösung ist immerhin besser als der aktuelle Zustand“, so der SPD-Ratsherr.

Auch die Verwaltung will sich nicht querstellen: „Wir wollen dennoch dranbleiben und in den nächsten Schritten sehen und einfordern, dass die Bahn den Entwurf an einigen Stellen optimiert“, sagt Bürgermeister Ralf Goebel. So ist der Abschnitt der Rosenstraße von der Bahnhofstraße bis zum Bahnübergang mittlerweile neu asphaltiert. Zudem hofft die Verwaltung, die nötigen Grundstücke zu kaufen, um den erforderlichen Weg über einen direkten Zugang von Bahnsteig eins zur Rosenstraße noch zu verkürzen. Darüber hinaus sehen die neueren Planungen vor, dass beide Bahnsteige ein Stück in Richtung des Bahnübergangs verschoben sind.

„Durch den Umbau erhöht sich die Attraktivität des Bahnhofs und er sorgt für eine Entlastung der Straße“, ist sich Ofori-Thomas sicher. „Somit wird auch die CO2-Reduktion unterstützt. Außerdem hoffen wir auf den Anstieg der Fahrgastzahlen.“ Mit den Bauarbeiten will die Bahn Ende diesen Jahres, Anfang 2021 beginnen.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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