Visselhöveder Schulausschuss stimmt für „Primar Campus“ - Von Nina Baucke

Ja zur Variante sechs

Der Standort des neuen Kindergartens steht schon fest, unklar ist allerdings noch die Verkehrsführung.
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Visselhövede. Eine zu Beginn eher temperamentvoll geführte Debatte in den Sozialen Netzwerken näherte am vergangenen Dienstag fast lautlos ohne größere Diskussionen ihrem Ende: Der Schulausschuss der Stadt Visselhövede entschied sich in der Frage nach der künftigen Strukturierung der Schulstandorte mehrheitlich, wenn auch nicht einstimmig, für den Vorschlag, den die Verwaltung bei der Sitzung vor gut zwei Wochen vorgelegt hatte.

Dieser sieht das Konzept eines „Primar Campus“ vor, bei dem als Anbau an die Kastanienschule eine neue Kindertagesstätte entstehen soll. Eine Lösung, die nun der Ausschuss offiziell mehrheitlich befürwortete, der aber auch bei den direkt Betroffenen gut ankommt. „Das kann eine ganz runde Sache für Visselhövede werden“, ist Conny Lutz vom Förderverein der Kastanienschule überzeugt. Voraussetzung dafür ist ihrer Meinung nach allerdings, dass bei der weiteren Planung „die richtigen Leute mit am Tisch sitzen – also neben der Politik und der Verwaltung auch die pädagogischen Fachkräfte der Schulen und Kindergärten sowie Eltern“. „Aber wir sind dankbar, dass überhaupt noch andere Lösungen geprüft wurden, und dann noch eine, die flexible Nutzungsmöglichkeiten bietet“, so Lutz. „Da gibt es schon viele tolle Ideen.“

Auch für die Mehrheit der Ausschussmitglieder ist die Sache klar: „Trotz einiger Bedenken können wir mit dieser Variante leben“, erklärte Robert Rabe (SPD). Er mahnte allerdings, die anderen Schulen nicht aus den Augen zu verlieren. „Der Vorschlag berücksichtigt das, was uns wichtig ist“, betonte wiederum Astrid Kirmeß (CDU). Die Variante sechs schone die Kapazitäten der Stadt und schaffe keine weiteren versiegelten Flächen, erklärte auch Hartmut Wallin (Grüne). „Das ist mal nicht schwarzseherisch, sondern ein wichtiger Schritt, dass Visselhövede in 20 Jahren keine Renterstadt ist. Das ist optimale Planung für eine optimistische Sichtweise.“

Eine Stimme gegen das Konzept kam jedoch von Uwe Joost (WiV). Kern der WiV-Kritik ist die mit der Variante sechs einhergehende geänderte Verkehrsführung, die zwischen Turnhalle und Fabula von der Gerhard-Hauptmann-Straße zur Straße Auf der Loge führen soll. „Das Verkehrsaufkommen wird dann dort zu stark“, so Joost. Die WiV plädiert nach wie vor für den Bau einer neuen Kita auf dem Majorsbruch. „Das ist eine einmalige Gelegenheit.“ Auch Jörg Bröske vom Stadtelternrat bedauerte, „dass diese Variante schon am Anfang gekippt worden ist“.

Bürgermeister Ralf Goebel wollte die Entscheidung am Dienstag, um die Umsetzung in Gang zu bekommen. „Das bedeutet viel Arbeit ab Anfang des Jahres, um in die inhaltliche Planung zu kommen.“ Die Stadt will spätestens zum Schuljahr 2019/20 mit der Bauphase zu beginnen – und zudem bleibt die Herausforderung, dem in naher Zukunft kommenden Bedarf an fünf zusätzlichen Kindergarten- und Krippengruppen gerecht zu werden.

Ein Thema wird auch noch die Verkehrsführung werden, unter anderem brachte Lothar Cordts (SPD) die Zufahrt über die Wedekindstraße und die Abfahrt über die Gerhardt-Hauptmann-Straße zur Sprache.

Am kommenden Donnerstag steht ab 18 Uhr die endgültige Entscheidung über die Variante sechs im Visselhöveder Stadtrat an.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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