Visselhövede investiert in den Breitband-Ausbau - Von Nina Baucke

Für die Zukunft

Auf dem gesamten Visselhöveder Stadtgebiet sollen nun die letzten weißen Löcher beseitigt werden. Das lässt sich die Kommune fast 600.000 Euro kosten. Symbolfoto: Nina Baucke
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Visselhövede. Fast 600.000 Euro: Soviel will es sich die Stadt Visselhövede kosten lassen, um in der Kommune auch in punkto Breitbandversorgung die letzten weißen Flecken verschwinden zu lassen. Viel Geld, aber – und da zeigten sich Ratsmitglieder und Verwaltungsmitarbeiter vor Kurzem bei der Ratssitzung einmütig – für Visselhövede eine Investition in den Standort, die sich lohnen wird.

Konkret dreht es sich um die letzten Wirtschaftlichkeitslücken in den dünner besiedelten Gemeindegebieten, die die Stadt nun schließen will, also die Bereiche, bei denen die großen Konzerne beim generellen Breitbandausbau abgewunken haben. Lüdingen, Hainhorst, Südwest Wittorf, Neu Wehnsen, Wehnsen, Delventhal, Teile von Nindorf, Rosebruch, Moordorf, Riepholm, Bleckwedel, Königshof, Lehrden, Egenbostel, Tadel, Fehlbeck, Griemen, Lümmerberg, Wüstenhof, Stölpenhof, Horstbusch sowie Bretel – insgesamt fast 340 Adressen – sollen nun nach einer bereits festgelegten Prioritätenliste an das Breitbandnetz andocken.

Dabei ist allen jedoch klar: „Ohne die Unterstützung von Bund, Land und Kreis wäre das für uns nur schwer realisierbar. Schon so ist das eine echte finanzielle Herausforderung“, so Dagmar Kühnast (SPD). Breitbandversorgung sei ein Standortfaktor, auch in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Das steigert die Attraktivität, daher sollten wir uns die Fördermöglichkeit nicht entgehen lassen.“ Auch Michael Meyer (CDU) machte die Notwendigkeit dieser Investitionen deutlich: „Der Breitbandausbau ist ohne Alternative, denn der ländliche Raum darf sich nicht abhängen lassen. Wir sollten daher diese Chance ergreifen, denn wer weiß, wann die wiederkommt?“

Für Bürgermeister Ralf Goebel sind noch einige Fragezeichen im Raum. Aber auch er war sich sicher: „Es gibt keinen anderen Weg. Denn mit diesem Beschluss geht die Stadt in die Zukunft und macht den Anfang, auch das letzte Haus mit Breitband zu versorgen.“ Er mahnte jedoch, dass dieses Thema die Stadt die kommenden 15 Jahre beschäftigen wird. „Und es wird viel Geld kosten. Das muss uns bewusst sein.“ Er sei sich allerdings sicher, dass es eine Entscheidung für die Zukunft ist, die weiter Früchte tragen werde.

Besonders ist die Problematik in Bretel: Dort sind sowohl Visselhöveder als auch Botheler Haushalte beheimatet. In diesem Fall will die Stadt eine Lösung mit der Samtgemeinde Bothel finden, wie sich eine gemeinsame Finanzierung der dortigen Kostenanteile regeln lässt. Sobald die nationalen Bewilligungen vorliegen, soll die EU-weite Ausschreibung des Projektes folgen.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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