Unfall macht Umbesetzung bei Heiners Theatergruppe nötig

Schneller Rollentausch

Neubesetzung Ursel Luttmann und Britta Carstens proben ihre Rollen für die Premiere. Foto: Henning Leeske
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Jeddingen (hl). Bei Heiners Laienschauspieltruppe herrscht schon deutlich vor der Premiere des plattdeutschen Lustspiels „Twee Börgermester för een Hallelujah“ am Samstag, 12. Januar, ordentlich Kuddelmuddel. Denn nach einem Unfall hatte sich Ensemblemitglied Maren Mohr den Arm gebrochen. Sie sollte die weibliche Hauptrolle der pflichtbewussten Sekretärin Regina im Gemeindebüro vom Bürgermeister Reiner (Wilfried Meinke) spielen. Nun fällt die rechte Hand des Kommunalpolitikers aus.

„Kurzerhand mussten wir eine Lösung finden und haben eine neue Besetzung für diese wichtige Rolle gesucht“, sagte Regisseur Rainer Elfers zur kurzfristen Änderung der Besetzungsliste. Dabei hat das Stück im Niederdeutschen eigentlich schon genug Durcheinander und Verwicklungen zu bieten. Immerhin spielen sich im Jeddinger Gemeindebüro geradezu unglaubliche Dinge ab, wenn der Bischof Josef von Josefsbach (Thore Carstens) samt Voodoopriester (Claas Runge) sich mit der Gemeinde zu okkulten Messen versammelt, um das Reich der Toten anzurufen.

Schon in der Vergangenheit hatten die Schauspieler aus Jeddingen auf ihrer Bühne kontroverse Inhalte in plattdeutscher Sprache präsentiert und klerikale Kritik dafür einstecken müssen. „Wenn wir dieses Mal auch wieder eine Zusatzvorstellung geben müssen, weil uns die Leute die Bude einrennen, wär uns das auch recht“, war der einmütige Tenor der Darsteller.

Denn so viel ist sicher, trotz des Ausfalls einer Hauptdarstellerin bleibt es beim Premierentermin. Denn Britta Carstens, die zuvor die Klatschtante Paula mimen sollte, übernimmt Mohrs Part.

Dazu kehrt Ursel Luttmann auf die Jeddinger Bühne zurück und schlüpft wiederum in Carstens Rolle. „Die Sekretärin Regina hat sehr viel Text und Auftritte, die innerhalb von kurzer Zeit hätten verinnerlicht werden müssten“, begründete Elfers die Rollenrochade. „Britta kannte von unseren Proben schon die Abläufe und konnte so leichter die große Rolle übernehmen.“

Luttmann ist froh, nach elf Jahren Pause wieder dabei zu sein: „Ich bin mit der plattdeutschen Sprache großgeworden und deswegen konnte ich meinen Text relativ schnell lernen. Erst hatte ich auch Skepsis, ob das klappt, aber ich habe schnell reingefunden.“ Sie fühlt sich wohl in ihrer Paraderolle als sehr kommunikative Einwohnerin eines Dorfes, wo sich noch jeder kennt und besonders sie alles über jeden weiß.

Dieses Wissen können alle Interessierten mit Paula teilen, da es außer für die Frühstücksvorstellungen noch einige Restkarten gibt. Das betrifft die Premiere am Samstag, 12. Januar, sowie die folgenden Abendvorführungen am Sonntag, 13. Januar, Mittwoch, 16. Januar, Freitag, 18. Januar, Samstag, 26. Januar, und Mittwoch, 30. Januar, jeweils mit Beginn um 20 Uhr. Vorverkauf ist im Edeka-Markt in Jeddingen und im Jeddinger Hof.

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