Theater Metronom feiert Jubiläum - Von Nina Baucke

Bühnenluft

Karin Schroeder (von rechts), Tomke Heeren und Andreas Goehrt vom Theater Metronom haben im großen Jubiläumsjahr viel vor. Foto: Nina Baucke
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Hütthof. Kultur und Kuhstall – es dürfte wenig Orte geben, an denen beides so nahe nebeneinander liegt, wie in Hütthof. 25 Jahre ist es her, dass Karin Schroeder und Andreas Goehrt dort eine alte Treckerscheune in ein Theater verwandelten. 32 Eigenproduktionen und zahlreiche Gastspiele von Schauspielern und Musikern später ist die etwas andere Spielstätte fest im Kulturleben der Region verwurzelt – und um das zu feiern, steht nun ein besonderer Theaterfrühling in den Startlöchern.

Fünf Eigenproduktionen stehen im März und April auf dem Spielplan. „Wir haben das reingenommen, worauf wir Lust haben“ erklärt Goehrt. „Damit machen wir uns selbst ein kleines Jubiläumsgeschenk.“ Neben den neuesten Produktion „Der Hund im Haifischteich“ und „Däumelin“ bringen Schroeder und Goehrt darüber hinaus Metronom-Klassiker noch einmal auf die Bühne: „Die ,Odyssee‘ wollten wir schon lange noch einmal machen“, so der 62-Jährige. „Dann hatte ich unheimlich Lust, erneut ,Der letzte Flug‘ zu spielen. Das war damals zwar kein Publikumsrenner, aber für uns etwas Besonderes. Und ,Emmas Glück‘ ist immer schön.“ Darüber hinaus gibt Gilla Cremer ein erneutes Gastspiel mit „Die Dinge meiner Eltern“.

„Auch für den Theaterherbst kramen wir schon in unserem Archiv“, verrät Schroeder. Vielleicht der „Tod eines Hausmeisters“ von 1995 – etwas von dem Text ist bei Goehrt noch präsent. „Manchmal, wenn wir zusammen am Tisch sitzen, fallen Zitate aus den verschiedenen Stücken – so dass wir denken, dass man allein daraus mal ein ganzes Stück machen könnte – wenn auch nur für Insider“, bemerkt er mit einem Lachen.

In Arbeit ist bereits die Jubiläumsproduktion „Boxenstopp“, an dem neben den beiden Schauspielern und Vollzeit-Mitarbeiterin Tomke Heeren auch bereits die Musiker Jan Fritsch, Jannis Kaffka und Reinhard Röhrs tüfteln. Lieder aus ihren verschiedenen Theaterstücken, Geschichten – „ein bewusst produzierter Liederabend und unterhaltsamer Rückblick, der die Geschichte des Theaters Metronom widerspiegelt“, kündigt Schroeder an. Dabei wird auch das Widerhall finden, was sich runderum, auch in der Gesellschaft, ereignet hat – „so, wie wir immer wieder solche Themen aufgegriffen haben“, sagt die 57-Jährige. Ein Beispiel dafür ist „Meeresrauschen“, in dem das Metronom-Team 2016 die Flüchtingsdebatte aufgegriffen hatte. Drei Vorstellungen sind geplant, die am Samstag, 17. August, mit Tanz ist bereits ausverkauft.

Einen ähnlichen Run gab es auf das Projekt „Kinder machen Theater“ für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren. „Da hat es keine zwei Tage gedauert, und der Kurs war voll“, freut sich Heeren. Auch sie feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum, fünf Jahre ist sie bereits Teil des Teams – „und eine unheimliche Bereicherung für uns“, betont Schroeder. „Ohne sie geht es nicht“, ergänzt Goehrt.

Das alte Zirkuszelt, das 1994 als Bühne für die erste Metronom-Produktion „Das Narrenschiff“ diente, ist übrigens immer noch im Einsatz – und ist damit eine von tausendundeinen Geschichten, auf die das Theater in diesem Jahr zurückblickt.

Den Auftakt im Theaterfrühling macht „Die Odyssee“ am Samstag, 9. März, um 20.30 Uhr. Am Sonntag, 17. März, folgt das Gastspiel von Gilla Cremer mit „Die Dinge meiner Eltern“. Beginn ist um 19.30 Uhr. „Der letzte Flug“ ist am Sonntag, 24. März, ab 19.30 Uhr zu sehen, am Freitag, 29. März, um 20.30 Uhr folgt „Emmas Glück“. Für Kinder ab vier Jahren und Erwachsene folgt am Freitag, 5. April, ab 10 Uhr und Sonntag, 7. April, ab 17 Uhr „Däumelin“. Am Samstag und Sonntag, 20. und 31. März, vermittelt Karin Schroeder in einem Seminar Schauspiel-Basics. Dazu gibt es weitere Informationen telefonisch unter 04262/1351 sowie per E-Mail an buero@theater-metronom.de. Am Samstag, 10. August, ist um 17 Uhr die Premiere des diesjährigen „Kinder machen Theater“. Für „Boxenstopp“ gibt es noch am Freitag, 16. August, um 20.30 Uhr und Sonntag, 18. August, um 19.30 Uhr freie Plätze. Karten sind telefonisch unter 04262/1399 erhältlich.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
 04261 / 72 -433
 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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