Sturmtief sorgt am Sonntag und Montag für Feuerwehreinsätze

Sabines Spuren

Eine Windböe hatte den Tanklastzug auf den Seitenstreifen gedrückt.
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Visselhövede (r/nin). Das Sturmtief „Sabine“, das in der Nacht zum Montag über Norddeutschland hinweg zog, hat auch im Stadtgebiet Visselhövede seine Spuren hinterlassen und für mehrere Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften gesorgt. Vor allem beschäftigte ein mit Flüssiggas beladener Tanklastzug die Helfer, den eine Windböe in Hiddingen nach rechts von der Fahrbahn gedrückt hatte.

Gegen 6.30 Uhr am Montagmorgen war der Alarm bei den Ortswehren Hiddingen, Schwitschen und Visselhövede eingegangen. Vor Ort hatten die Brandschützer den mit explosivem, entzündbarem Gefahrgut beladene Tanklastzug im aufgeweichten Seitenstreifen und in rechter Schräglage abgesackt vorgefunden. Der Fahrer war bei dem Unfall unverletzt geblieben.

Ein Baum am Straßenrand bewahrte dabei das Fahrzeug vor dem Umkippen. Allerdings war es zugleich dieser Baum, durch den es zu Beschädigungen der Armaturen der kompletten rechten Seite des Fahrzeuges gekommen war. Die Feuerwehren stellten zudem fest, dass kleine Mengen Flüssiggas entwichen. Das führte dazu, dass die Brandschützer umgehend den Absperrbereich zum Schutz der Einsatzkräfte, Autofahrer sowie Passanten zu beiden Seiten der L171 noch einmal erheblich erweiterten.

„Was die brisante Lage allerdings minderte, waren die zahlreichen mechanischen Sicherheitsvorkehrungen am Tanklastzug“, so Feuerwehr-Pressesprecher Sebastian Kurz. „Bei dem austretenden Flüssiggas handelte es sich nur noch um geringe Restmengen aus dem Rohr- und Pumpensystem, da das Sicherheitsventil des eigentlichen Tanks sofort automatisch geschlossen wurde.“

Dennoch behielten die Einsatzkräfte den von den Ortswehren Schwitschen und Hiddingen aufgebauten dreifachen Löschangriff für die Dauer des Einsatzes zur Sicherheit bei. Ein Spezialabschleppunternehmen übernahm dann die Bergung, nachdem Mitarbeiter des Lkw-Inhabers den Inhalt des Tanklastzuges in ein zweites Fahrzeug umgepumpt hatten. Der Bauhof hatte derweil für eine weiterführende Umleitungsmaßnahme gesorgt. Die Bergungsarbeiten und somit die Sperrung der L171 in Hiddingen zogen sich insgesamt von früh morgens bis um kurz nach 11 Uhr hin. Die Feuerwehren übergaben die Einsatzstelle anschließend an die Bundesstraßenmeisterei. Im Einsatz befanden sich 35 Kräfte mit acht Einsatzfahrzeugen, der Rettungsdienst, die Polizei sowie Stadtbrandmeister Kai-Olaf Häring. Letzterer hätte sich seinen Geburtstag beginnend mit Sturmtief Sabine und abschließend mit dieser Lage wohl etwas ruhiger gewünscht.

Aber schon die Unwetterbereitschaft, die am Sonntag von 15 bis 24 Uhr Dienst hatte, war abends zu einigen Einsätzen aufgrund von Sturmschäden gerufen worden: Auf der L161 zwischen Visselhövede und Kettenburg blockierte gegen 20 Uhr eine Tanne die Fahrbahn. Erneut nach Kettenburg rückte fast drei Stunden später die Schwitscher Wehr aus, um erneut Tannen beiseite zu räumen, die der Sturm gefällt hatte. Gegen 23 Uhr stürzte ein Baum in der Rosenstraße in Visselhövede auf ein Wohnhaus, beschädigte jedoch lediglich ein paar Dachpfannen.

Am frühen Montagmorgen räumte zunächst die Feuerwehr Jeddingen gegen 4.20 Uhr einen Baum von der Bremer Straße, um 5.30 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr Wittorf ein, auch in diesem Fall blockierte ein Baum die Fahrbahn – dort die Kirchwalseder Straße Richtung Lüdingen.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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