Stadtrat votiert für Kita-Standort im Schützenholz - Von Nina Baucke

Im vierten Anlauf

Der Stadtrat ist sich einig: Die Schützenhalle soll einem Kindergarten weichen. Foto: Nina Baucke
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Visselhövede. Dreimal hatten die CDU-Ratsfraktion sowie die WiV eine Entscheidung über einen weiteren Kitastandort in den vergangen vier Wochen von diversen Tagesordnungen gekickt, im vierten Angang ging es in der Debatte einen Schritt vorwärts. Gemeinsam mit den übrigen Stadtparlamentariern stimmten sie dafür, im Visselhöveder Schützenholz einen Kindergarten zu errichten, und gaben zudem dem Kauf des Geländes an der Bahnhofstraße grünes Licht.

Im Vorfeld hatte Bürgermeister Ralf Goebel geforderte Informationen vorgelegt, zudem gibt es mittlerweile in der Sache ordentlich Zeitdruck: „Wir kommen mit der Anzahl der Plätze im nächsten Kita-Jahr gerade mal so über die Runden“, mahnte Goebel. Denn um für den Bau der Einrichtung notwendige Fördergelder zu bekommen, ist Eile geboten.

Im Zuge der Standortsuche hatten zwei Möglichkeiten im Raum gestanden – neben dem Schützenholz ein Grundstück in Schwitschen. Für Erstes beträgt der Kaufpreis 100.000 Euro, für Zweites 122.500 Euro. „Es war richtig, Schwitschen in die Waagschale zu werfen, schließlich sind wir verpflichtet, auch für die Entwicklung der Dörfer zu sorgen“, begründete Willi Bargfrede (CDU) den Verlauf der Diskussion in den vergangenen Wochen. „Aber die anvisierte Fläche ist nicht verfügbar oder zu teuer, also werden wir das nicht weiter verfolgen.“ Auch die WiV lenkte ein, „wir hatten uns zuvor enthalten, da wir auf Zahlen zu Schwitschen gewartet hatten“, erklärte Eckhard Langanke. „Baumbestand und die Natur drumherum sind ideale Gründe, die Kita dort zu errichten“, betonte hingegen Dominik Oldenburg (SPD). Er hoffe auf einen Spatenstich noch in diesem Jahr. Auch Fraktionskollege Robert Rabe sieht den neuen Kindergarten dort am richtigen Ort: „Die Landschaft ist interessant und abwechslungsreich, und dazu hat dann jeder Kindergarten Visselhövedes sein eigenes Gesicht. Das ist für die Stadt ein großer Fortschritt, ein guter Standort und ein sehr gutes Signal.“ Das sah auch Dagmar Kühnast (SPD), Ortsbrügermeisterin in Schwitschen, so: „Wir freuen uns, dass wir eine Perspektive für Visselhövede haben.“ Kritik am Zeitpunkt des Kaufes des rund 9.800 Quadratmeter großen Grundstückes kam von Heiner Gerken (Grüne): „Wir hätten die Fläche schon vor Jahren günstig kaufen können.“ Er appellierte, bei der städtebaulichen Planung „auch mal um die Ecke zu gucken“. Allein 6.300 Quadratmeter des Grundstückes sind Waldfläche. Diese führe „zu einem deutlichen Mehrwert, verglichen mit dem Schwitscher Grundstück, und sind sicher geeignet für einen attraktiven und öffentlich zugänglichen Erholungspark“, so die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage. Insgesamt stehen für Kauf und Vorbereitung des Grundstückes – inklusive Bauleitplanung und dem Abbruch des Schützenhauses – 200.000 Euro in der Kalkulation. Zusammen mit der Planung, den Bau, der Ausstattung, der Geländegestaltung und der Verkehrsanbindung des neuen Kindergartens belaufen sich die derzeit geschätzten Kosten für die Einrichtung auf 3.200.000 Euro.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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