Schulausschuss diskutiert über Zukunftskonzepte

Standortfrage

Die Visselhöveder Kastanienschule: Die Mitglieder des Schulausschusses warten auf Zahlen. Archivfoto: Nina Baucke
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Visselhövede. Wie soll sich die Schulstruktur Visselhövedes in den kommenden Jahren entwickeln? Mit dieser Frage setzten sich am Dienstag die Mitglieder des Schulausschusses auseinander. Neben verschiedenen Konzepten und Möglichkeiten ging es ihnen dabei vorerst vor allem um Zahlen.

Auslöser der Diskussion: ein kleiner Babyboom, daher braucht die Kommune am besten bereits ab dem kommenden Jahr mehr Krippen- und Kindergartenplätze. Eine Idee ist der Umzug der Grundschule in die Außenstelle der Oberschule in der Lönsstraße. Diese Variante hatte bereits im Juni in sozialen Netzwerken für Aufruhr gesorgt, Eltern hatten dort vor allem kritisiert, die Verwaltung träfe entgültige Entscheidungen „hinter dem Rücken der Bürger“.

Während der Sommerferien hatten Stadtverwaltung, Ratsmitglieder sowie die Landesschulbehörde die Gebäude in Augenschein genommen. Von der Landesschulbehörde liegt laut Goebel zwar noch keine schriftliche Rückantwort vor, allerdings habe sich das Amt bereits per Telefon mitgeteilt. „Demnach ist der Standort an der Lönsstraße für eine Grundschule geeignet, positiv dazu kommt, dass sich in dem Gebäude eine Mensa befindet“, so Goebel. Grundsätzlich gehe es ihm darum, alle Perspektiven im Blick zu behalten, „dass wir unsere Schulen zukunftsfähig machen, mit zeitgemäßen Räumlichkeiten, die modern sind und den veränderten Anforderungen gerecht werden“. Darüber hinaus könnten durch eine Nutzung der Kastanienschule für Kinderkrippe und Kindergarten „Synergieeffekte“ durch die direkte Nachbarschaft zum Fabula-Kindergarten entstehen. Er warb dafür, eine Gesamtentscheidung zu treffen. Denn auch im Gebäude der Oberschule An der Loge seien Sanierungen notwendig, ebenso wie an der Lönsstraße und an der Kastanienschule. Kritik an dem Konzept kam von Catrin Puschmann, stellvertretende Leiterin der Grundschule. Die Parkplatzsituation in der Lönsstraße sei schlechter. Denn die bisherigen Parkflächen sollen dem Pausenhof zugeschlagen werden, für das Kollegium bedeutet das, 100 Meter weiter am Majorsbruch zu parken: „Die Kolleginnen kommen oft schwer gepackt in die Schule. Da ist so ein Weg nicht machbar.“ Auch die errechneten Flächenzahlen für die Pausenhöfe bei der Kastanienschule und der Lönsschule sah Hartmut Wallin (Grüne) skeptisch: „Es drängt sich der Eindruck auf, als hat jemand im Rathaus die Fläche an der Lönsstraße hoch- und an der Kastanienschule heruntergerechnet.“ Für die Oberschule bedeute eine Zusammenlegung beider Standorte An der Loge Anbauten, so Schulleiter Gerard Dyck. „Die Zusammenfassung ist sinnvoll, aber wir brauchen auch durch die gymnasiale Stufe mehr Räume. Ein Schnellschuss mit einer Containerlösung ist für uns nicht vorstellbar. Auch Robert Rabe (SPD) warnte vor Schnellschüssen, warb aber dafür, Konzepte zu prüfen: „Es ist schade, wenn etwas von vornherein totgeredet wird. Viele hängen emotional an der Kastanienschule, aber manchmal muss man sich auch von alten Zöpfen trennen.“ Wichtig sei, in die Diskussion pädagogische Fachkräfte miteinzubinden – „damit die Debatte nicht mehr nur in sozialen Medien mit Halbwahrheiten stattfindet, sondern auf einer sachlichen Ebene.“ Eckhard Langanke (WiV) sprach sich dafür aus, zunächst einmal die Kindergartenplätze zu schaffen – da Eltern einen Rechtsanspruch auf Kindergartenplätze haben. Seiner Ansicht nach wäre auch die Einrichtung eines Kindergartens an der Lönsstraße eine Überlegung – und damit eventuell auch die Entstehung eines Familienzentrums. Mehrere Ausschussmitglieder plädierten dafür, erst die erwarteten Kosten der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen vorzulegen. „Wir müssen investieren“, sagte Willi Bargfrede (CDU). „Aber erst mit Zahlen können wir ergebnisoffen an die Sache herangehen.“ Im Oktober soll eine erste Kostenschätzung vorliegen.

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