Sabine Poppe löst Ursula Hoppe als Leiterin der Sozialstation ab

Spitzenwechsel

Ralf Goebel (von links), Pflegedienstleiterin Bettina Rück und Judith Spoo sowie Dirk Eberle (von rechts), Sabine Poppe und Michael Blömer bedankten sich bei Ursula Hoppe. Foto: Henning Leeske
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Visselhövede (hl). Alle Entwicklungen und neuen Herausforderungen der vergangenen fast 19 Jahre hat Ursula Hoppe im Bereich der ambulanten Pflege hautnah miterlebt: Denn so lange war die Kirchwalsederin Geschäftsführerin der Diakonie-Sozialstation in Visselhövede. Nun will sie sich aus dieser Tätigkeit zurückziehen und sich mehr auf die ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Gemeinde Kirchwalsede als Bürgermeisterin, dem Samtgemeinderat, dem Kreistag und der Kirchengemeinde konzentrieren.

Denn über einen leeren Terminkalender konnte sich die gelernte Bankkauffrau in den fast zwei Jahrzehnten nie beschweren. Neue Abrechnungssätze, die Einführung der elektronischen Leistungserfassung und das stetige Wachstum bis auf 40 Mitarbeiter bestimmten ihre Ära in der Sozialstation. „Das wirtschaftliche Fortbestehen ist häufig eine Herausforderung gewesen, da die Diakonie-Sozialstation in Visselhövede immer einen selbst gesteckten Anspruch an Qualität der Pflege stellte und gleichzeitig die Mitarbeiter nach Tarif entlohnt, was eben nicht bei allen Mitbewerbern so ist“, waren sich die Verantwortlichen einig.

Trotzdem habe Hoppe den Dampfer der ambulanten Pflege sicher und ohne Schiffbruch durch die Gewässer in Visselhövede und der Samtgemeinde Bothel gelenkt, betonten die jeweiligen Bürgermeister Ralf Goebel und Dirk Eberele. Denn der Einsatzbereich der kleine grünen Flitzer der Station umfasst beide Kommunen.

Die Zuverlässigkeit und Akribie stellte auch Bürgermeister Goebel bei der Verabschiedung von Hoppe heraus. Hoppe sei eine Persönlichkeit, die sich nie in den Mittelpunkt stelle. „Toll, dass es solche Menschen gibt“, brachte er es auf den Punkt. „Sie musste immer den Spagat leisten – zwischen einer guten Patientenversorgung, zufriedenen Mitarbeitern und einem wirtschaftlich arbeitenden Unternehmen“, fasste Eberle die Schwierigkeit dieser Führungsposition zusammen. Angesichts nicht ausreichender Vergütungen seitens der Krankenkasse sei dies eine wahrliche Mammutaufgabe gewesen. Superintendent Michael Blömer betonte die christliche Nächstenliebe, die Hoppe bei der Leitung gelebt hatte. Empathie bescheinigte der scheidenden Chefin Judith Spoo vom Visselhöveder Kirchenvorstand: „Du hast das Wort Diakonie mit Leben gefüllt“, sagte sie. Die Nachfolge von Hoppe ist auch schon geregelt, da bereits seit Anfang Mai die studierte Fachwirtin für Sozial- und Gesundheitswesen Sandra Poppe aus Süderwalsede bei der Diakonie-Sozialstation tätig ist und die Aufgaben von Hoppe übernimmt. Die gelernte Physiotherapeutin habe im Studium die neusten Lerninhalte in der Pflege kennengelernt und wird auch in Visselhövede neue Methoden und den weiteren technischen Fortschritt einfließen lassen.

Abschließend wünschte Hoppe ihrer Nachfolgerin alles Gute. „Mehr Anerkennung der Gesellschaft für die Pflegekräfte und eine wirtschaftlich gesicherte Zukunft der Diakonie-Sozialstation wünsche ich mir zum Abschied“, sagte Hoppe.

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