Rieke Lüdemann kocht bei der „Küchenschlacht“ im ZDF - Von Nina Baucke

Test mit Zaubergabel

Rieke Lüdemann nahm an der "Küchenschlacht" teil. Foto: Nina Baucke
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Riekenbostel. „Rieke aus Riekenbostel?“ Diese Kombination scheint Fernsehkoch und Moderator Johann Lafer zu amüsieren. Rieke Lüdemann – aus Riekenbostel – nickt mit einem Lächeln, fängt aber zugleich an, zügig und routiniert mit Pfanne und Kochtopf zu hantieren. Denn viel Zeit für gemütlichen Klönschnack gibt es nicht in der „Küchenschlacht“, einer Kochshow im ZDF-Nachmittagsprogramm, in der sich ambitionierte Hobbyköche miteinander messen.

35 Minuten Zeit hat sie pro Sendung, um nach einem Tagesmotto ein Gericht zu zaubern, das dann ein Profikoch probieren und bewerten wird. Fünf Mitbewerber gilt es dabei aus dem Feld zu schlagen, in jeder Folge muss sich ein Hobbykoch verabschieden. Selbst, als nach der zweiten Runde für die 27-Jährige die Show vorbei ist: Ihr Ziel hat sie auf jeden Fall erreicht – „nicht in der ersten Sendung rausfliegen“, sagt sie und lacht.

Lüdemann, die derzeit Intensive Pädagogik studiert und in der „Villa Linda“ der Rotenburger Werke arbeitet, kocht seit ihrer Kindheit, richtig Spaß daran bekommt sie allerdings besonders während ihres Studiums: „Ich hatte irgendwann keine Lust mehr auf andauernd Nudeln mit Tomatensoße“, erinnert sie sich mit einem Lachen. „Da habe ich mir einfach immer mehr angeeignet.“

Bereits 2016 wollte sie ihr Können auf die Probe stellen und bewarb sich bei der „Küchenschlacht“, aber trotz einer Zusage des Senders wurde damals aus der Teilnahme nichts. „Jetzt hat es aber gepasst“, freut sie sich. Anfang Dezember ist die Aufzeichnung der Show in einem Studio der zuständigen Produktionsfirma in Hamburg Altona.

Fünf Themen gibt es, zu jedem Thema muss sie ein Gericht und eine Alternative einreichen. Als „Leibgericht“ in Sendung Eins entscheidet sie sich, Tagesjuror Ali Güngörmüs gebratenes Rinderfilet mit Rotweinsoße, Kaiserschoten und Petersilienkartoffeln vorzusetzen, zum Thema „Vorspeise“ gibt es für Nelson Müller einen Chicorée-Salat mit Birne, Blauschimmelkäse und Haselnuss, Rote-Bete-Pesto und geröstetes Knoblauchbrot zur Bewertung. „Den hatte ich so vorher noch nie gemacht“, sagt sie.

Und auch wenn es ihr letzter Beitrag ist, fühlt sie sich bestätigt: „Ich wusste, dass Nelson Müller darauf wert legt, wie die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind.“ Die Entscheidung am Ende zwischen ihr und einer Mitstreiterin ist am Ende knapp, zuvor entfährt dem Profikoch beim ersten Test des Salats spontan „Wow!“ und „sehr, sehr geil“. „Chicorée hat eine bittere Note, deswegen essen ihn viele nicht gerne. Aber richtig kombiniert schmeckt er total gut“, ist Lüdemann überzeugt und setzt daher auf das Zusammenspiel des Gemüses mit einer eher süßlich schmeckenden Vinaigrette. Mit ihrem Dienstagsgericht ist sie zufriedener, als mit dem Rinderbraten am Montag – auch, wenn da Juror Güngörmüs ihre Kreation schnell und überzeugt in die nächste Runde winkt. „Wunderbar zart, gutes Essen halt“, lobt er.

Vor dem ersten Drehtag ist sie noch sehr aufgeregt, als sie vom Hotel zum Studio chauffiert wird und es zunächst in die Maske geht. „Aber als es ans Kochen geht, habe ich die Kameras gar nicht mehr wahrgenommen“, sagt die Riekenbostelerin. „Am Montag war es bei uns allen noch etwas wuselig, aber dann lief es super.“ Im Studio trägt man der Corona-Zeit Rechnung: Die Kochinseln stehen im Gegensatz zu früher weit auseinander, auf dem Weg zum „Arbeitsplatz“ ist Maskenpflicht – und um Lüdemanns Vinaigrette zu testen, packt Lafer seine langstielige „Zaubergabel“ aus. Während des Kochens unterstützt der Moderator die Kandidaten immer mit Tipps. „Ich fand es angenehm, mit ihm zu arbeiten“, betont Lüdemann. „Er war sehr interessiert und ist noch ein Koch vom alten Schlag.“ Auch mit den übrigen Kandidaten versteht sie sich gut: „Das war eine gute Truppe, niemals unfair. Wir haben auch immer noch Kontakt untereinander.“ Von Lafer gab es zudem ein handsigniertes Kochbuch.

„Es war eine schöne Erfahrung, vor der Kamera zu stehen, sich zu beweisen und unter Druck zu kochen“, sagt Lüdemann nach ihrem Auftritt. Und hat schon weitere Kochshows im Blick, darunter „Das perfekte Dinner“ und „The Taste“, „obwohl das schon sehr schwierig ist und dort auch Profis teilnehmen“.

Wer Rieke Lüdemanns Fernsehauftritt sehen möchte, findet die Folgen vom 1. und 2. Februar sowie am 3. Februar mit ihrem Fazit derzeit noch in der ZDF-Mediathek unter www.zdf.de/show/die-kuechenschlacht. Und wer ihre Gerichte – das Rinderfilet sowie den Chicorée-Salat – oder die der anderen Kandidaten nachkochen möchte: Neben den Videos gibt es auch die Rezepte auf der Internetseite der Sendung.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
 04261 / 72 -433
 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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