Palettenlandschaft vor dem Rathaus mit reichlich Mehrwert - Von Klaus Müller

Sitzen und Schnuppern

Harald Gabriel von "Vissel for future" und Susanne Rohr vom Kneippverein haben sich bei der Gestaltung der neuen Paletten-Sitzanlage vor dem Rathaus in Visselhövede besonders verdient gemacht. Foto: Klaus Müller
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Visselhövede. Ein bisschen stolz war er nun doch, der Sprecher der vor knapp zwei Jahren gegründeten Bewegung „Vissel for future“ (VFF): Harald Gabriel stellte kürzlich auf dem Marktplatz in Visselhövede, direkt am Brunnen, die von seinen Mitgliedern geschaffene Paletten-Sitzwelt vor, die den Platz ein bisschen lebendiger gestalten soll.

Vier Bänke bieten nun gemütliche Sitzgelegenheiten für Passanten. Und etwas zum Probieren, denn in einigen Paletten haben die Schöpfer der Sitzlandschaft Pflanzen, Kräuter und Blumen gesetzt, die der gesamten Anlage einen noch schöneren Rahmen geben. Mit ganz einfachen Mitteln hatten es die Mitglieder von VFF in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Präventionsrat geschafft, für einen neuen „Hingucker“ mitten in der Stadt zu sorgen.

Beteiligt an der Aktion war auch der Kneippverein. Susanne Rohr bedauert es zwar, dass ihr jährliches Sommerfest dieses Mal abgesagt werden muss, „aber wir haben bei der Palettenaktion gern mitgemacht.“ Der Kneippverein ist für die Kräuter verantwortlich, die man auch einmal naschen darf und für die anderen Pflanzen zuständig.

Leider konnten aus Corona-Gründen die Mitarbeiter der Rotenburger Werke nicht vor Ort sein. Sie hatten sich bereit erklärt, diese einzigartige Anlage künftig zu pflegen. „Wir sehen diese Aufgabe als ein Zeichen der Integration der Rotenburger Werke in der Stadt und werden so bald wie möglich dabei sein“, versprach Gebietsleiter Hendrik Wachowski.

Bürgermeister Ralf Goebel verteilte daher an diesem Freitag nur Lob an seine tüchtigen Mitbürger. „Ich hoffe, dass auch andere Einwohner der Stadt sehen, dass man mit wenigen Mitteln seinen Ort verschönern kann.“ Vor allem „Vissel for future“ galt sein Lob und Anerkennung. Denn „wir wollen nicht nur meckern, sondern auch für unsere Stadt anfassen“, betonte Harald Gabriel und schritt sofort wieder zur Arbeit an den Paletten. Und alle Beteiligten sind sich einig: In Visselhövede ist ein neuer, kleiner Leuchtturm entstanden.

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