Neue Trinkwasserleitungen in der Oberschule Visselhövede - Von Nina Baucke

In einem Durchgang

Visselhövede. Positives und Negatives liegen manchmal dicht beieinander – und gleichen sich unter Umständen auch wieder aus. Das erleben derzeit die Mitarbeiter des Bauamtes, die sich um die Sanierung der Sanitäranlagen in der Visselhöveder Oberschule kümmern. Denn bei den Arbeiten in den vergangenen Wochen zeigte sich, dass die Trinkwasserleitungen zu korrodieren beginnen. Diese hatten bisher nicht auf der To-Do-Liste der Sanierung gestanden, aber „wir können da jetzt gut ran, daher müssen wir diese gleich mit erneuern“, erläuterte Bauamtsmitarbeiterin Karin Stegmann den Mitgliedern des Bauausschusses bei dessen kürzlicher Sitzung im Haus der Bildung.

Dabei gab das Gremium der Umsetzung dieser Maßnahme grünes Licht. Dazu kommt: Die Hauptentwässerungsleitungen liegen unerwartet unter einer 30 Zentimeter dicken Betonsohle und einer 20 Zentimeter dicken Oberbetonschicht. „Das macht zwar den Anschluss der Toiletten nicht einfach, da wir so tief runter müssen.“ Dennoch: „Die Grundleitungen, die darunter liegen, sind mithilfe einer Schiebekamera untersucht worden und alle intakt – und nicht wie befürchtet sanierungsbedürftig“, freut sich Stegmann. „Der gesamte Sohlenbereich ist ohne Feuchtigkeitseinwirkung, die Außen- und Innenwände sind trocken.“

Die Trinkwasserleitungen hatten dagegen Beschädigungen aufgewiesen. „Diese alten Zink-Wasserleitungen bergen Risiken“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Es bestehe unter anderem „eine erhöhte Gefahr für einen Rohrbruch, wenn ein Eingriff im vorhandenen Leitungssystem durchgeführt werden muss. Es zeichnet sich somit ein erhöhter Sanierungsbedarf ab. Die verteilt liegenden Sanitärräume müssen über ein neues Verteilernetz angebunden werden“. Dazu kommt: „Es gibt zudem viele Auflagen für Trinkwasserleitungen“, erklärte Stegmann weiter. „Und wir schaffen uns sonst nur neue Baustellen, wenn wir das jetzt nicht angehen.“ Ob die neuen Trinkwasserleitungen die Baumaßnahme teurer machen, lässt sich laut Stegmann bislang noch nicht abschätzen. „Wir müssen erst einmal die Planungen neu ansetzen.“

Da im Zuge der derzeitigen Pandemie dem Thema Handhygiene eine erhöhte Bedeutung zugewiesen werde, biete es sich im Zuge der Sanierung an, auch die Waschbecken zusätzlich mit warmem Wasser auszustatten, so die Verwaltung in der Beschlussvorlage in der Sitzung weiter. Dies sei bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht die gängige Praxis gewesen.

„Wir können davon ausgehen, dass sich die Anforderungen verändern werden“, sagte Bürgermeister Ralf Goebel. „Daher ist es wichtig, dass wir auch das jetzt mit anfassen.“ Das sah auch Cathrin Puschmann, Leiterin der Kastanienschule so: „Der Corona-Virus wird uns in den Winter begleiten. Da die Kinder sowieso dann alle mit kalten Händen zur Schule kommen, wird sich keines dann noch die Hände 30 Sekunden unter kaltes Wasser halten.“ Da es keine zentrale Warmwasseraufbereitung im Gebäude gibt, sollen nun Durchlauferhitzer – einer unter jedem Waschbecken – Abhilfe schaffen.

Insgesamt sehen die Entwurfsplanungen vor, im Gebäude Auf der Loge die zwei WC-Anlagen sowie die im Verwaltungstrakt im Erdgeschoss zu sanieren, darüber hinaus die WC-Anlage im B-Trakt komplett zu einem behindertengerechten Sanitärbereich und eine Putzmittelraum umzubauen. Auch die Anlagen in den Obergeschossen erfahren eine Sanierung, für eine weitere folgt die Umwandlung in Lagerräume. Im Gebäude an der Lönsstraße folgt ebenfalls die Sanierung der bestehenden WC-Anlagen.

Dass sich aufgrund der Pandemie derzeit nur wenige Schüler gleichzeitig in der Schule aufhalten, lässt die beteiligten Firmen die Zeit für einen reibungslosen Bauablfauf nutzen. „Wir wollen in den Sommerferien damit fertig werden“, so Stegmann.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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