Mutter Zebra, Vater Esel: In Hiddingen lebt ein Zeselmädchen - Von Nina Baucke

Savannahs erste Schritte

Beke Marquardt mit Zesel Savannah und ihrer Mutter Mike: "Wir haben uns so gefreut, dass das geklappt hat." Foto: Nina Baucke
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Hiddingen. Noch wirken Savannahs Schritte auf dem Hof der Kamelfarm Marquard in Hiddingen etwas ungelenk, „aber sie hat schon Power ohne Ende“, freut sich Beke Marquard. Und die in diesem Sommer nach zwölf Monaten Tragezeit geborene Savannah ist etwas besonderes – denn von ihrer Art gibt es nicht viele: Sie ist ein Zesel. „So nennen Insider einen Hybrid aus Esel und Zebra“, erklärt ihre Besitzerin.

In Savannahs Fall ist es ihre Mutter Mike, die für das markanteste Detail an ihr gesorgt hat, und das sind die schwarz-weiß gestreiften Beine. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Beine bei dieser Kreuzung gestreift sind, ist allerdings auch sehr hoch. Dass auch der Rest des Körpers gestreift ist, ist seltener“, weiß Marquard. Von daher passt Savannah in die Statistik, denn jenseits der geringelten Beine hat sie das Fell ihres Eselvaters, dass im Fohlenstadium allerdings noch sehr weich und flauschig ist. Auch Savannahs Schwanz ist eher der eines Esels. Doch auch wenn Kreuzungen, wie beispielsweise zwischen Zebra und Esel möglich sind, Tiere wie Zesel sind nicht mehr fortpflanzungsfähig.

Seit 15 Jahren leben auf der Kamelfarm Marquard Zebras, „das hat mit dem ersten Tier angefangen, dass wir aus dem Safaripark in Stukenbrock übernommen haben“, erinnert sich Beke Marquard. Mittlerweile leben vier Zebras in Hiddingen, ein Hengst und drei Stuten. „Wir haben uns so gefreut, dass es geklappt hat“, freut sich die Hiddingerin. „Denn gewünscht haben wir uns das schon – zumal wir schon lange kein Fohlen mehr hatten.“ Da der Zebrahengst noch nicht alt genug war, hatte die Familie es etwas drauf angelegt und den Eselhengst mit den Zebrastuten auf die Weide gestellt. Womöglich mit doppelten Erfolg, denn nach Mike ist nun eine weitere Stute gerade trächtig. Bei Savannahs Geburt waren Beke Marquard, ihr Mann Andreas sowie ihre Kinder Fe und Marten mit dabei. „Die Mutti macht das zwar ganz alleine, es war trotzdem toll, das mit anzusehen“, sagt Marquard. „Es war ein Montagabend, wir kamen von der Arbeit und sind sofort in den Stall gelaufen, als es dort losging.“

Zebras sind Fluchttiere, und auch wenn Mike eher von der ruhigen Sorte ist, hat Savannah einiges an Temperament. „Sie hat immer so ihre fünf Minuten“, sagt Marquard und lacht. „Sie hat nunmal viel Energie.“ Freunde in ihrem Alter hat das kleine Zeselmädchen auch schon, zwei kleine Eselfohlen.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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