Mofarennen Jeddingen am Samstag auf neuem Parcours - Von Nina Baucke

Durch die Bäume

Das Racing-Team Jeddingen freut sich auf das Mofarennen am Pfingstsamstag. Foto: Nina Baucke
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Jeddingen. Es staubt gewaltig, als der erste Mofafahrer des Racing-Team Jeddingen eine erste Testrunde auf dem frischangelegten Parcours dreht. „Wenn das Wetter so trocken bleibt, kommt dann wohl der Wasserwagen zum Einsatz“, spekuliert Uwe Behrens, der Kopf des Teams, das am Samstag für ordentlichen Motorensound in dem sonst so stillen Flurstück außerhalb des Ortes sorgt.

Denn am 19. Mai kommt die Mofagemeinde der Region dort zu einem Rennevent zusammen – dem dritten, das das Team ausrichtet. In den vergangenen zwei Jahren waren es unterschiedliche Flächen. Doch zu der, die in diesem Jahr Austragungsort ist, sind die Jeddinger Mofafreunde nun gekommen, um zu bleiben: „Letztes Jahr war es schon knapp, etwas zu finden, und wir mussten uns immer etwas Acker erbetteln. Daher ist es umso schöner, dass uns jetzt das Rennen fest auf einer Fläche möglich gemacht wurde“, sagt Behrens. „Und die können wir nun auch darüber hinaus als Trainingsgelände nutzen.“ Denn die Mofafahrer haben Anforderungen an das Rennareal: „Maisstoppel gehen beispielsweise nicht. Nur Getreide“, erklärt Jan Lohmann, ebenfalls im Racing-Team aktiv.

Mit einem Trecker haben die Mofafahrer die Piste präpariert, die etwa 700 Meter lange, dunkle Bahn schlängelt sich über das ein Hektar große Areal, das sonst lediglich als Platz für das Osterfeuer dient. Dabei verleiht ihr die Umgebung einen besonderen Reiz. „Wir haben eine Baumreihe am Rand der Fläche integrieren können, denn auch der Eigentümer des benachbarten Grundstücks hat uns erlaubt, ein kleines Stück der Strecke auf seinem Grund entlang zu führen“, erklärt Behrens.

Die Rennteilnehmer am Pfingstsamstag fahren nicht nur durch die engen Schikanen und Kurven auf einem Acker, sondern auch im Schatten zwischen Bäumen hindurch und um einen Teich herum – inklusive kleinem Hügel. „Durch die Enge ist unser Parcours sehr anspruchsvoll für die Fahrer und daher auch sehr interessant“, ist Behrens überzeugt. Das Rennen steht unter dem Motto „Back to the roots“ – zurück zu den Wurzeln also – und das nicht ohne Grund. „Die Vollcrosser, und damit die vierte Starterklasse, haben wir wieder rausgenommen. Das war in den vergangenen Jahren so, als würde ein Oldtimer gegen einen Rallyewagen fahren“, erklärt Lohmann. Ohnehin seien die gestrichenen Maschinen zu groß gewesen für den engen Parcours.

Jetzt treten die Fahrer wieder in den Kategorien Damen, Original und Tuning gegeneinander an, bei den Maschinen ist maximal 50 Kubikzentimeter Hubraum zulässig. Das Mindestalter der Fahrer beträgt 15 Jahre, das Nenngeld 55 Euro. Für genaue Zeitmessung sorgt wie im vergangenen Jahr eine Transponderanlage, die sich das Team allerdings nicht mehr leihen musste, sondern die es sich selbst angeschafft hat. „Wir haben uns bei der „Moneymail“-Aktion des Radiosenders FFN beworben und Glück gehabt“, freut sich Behrens. 30 Transponder besitzt das Team nun, die an die Mofas montiert werden. Das Ganze läuft über eine extra programmierte Software.

Neu ist allerdings auch der Termin: In den vergangenen Jahren hatte das Racing-Team ihre Mofakollegen im September nach Jeddingen gelockt, jetzt schieben sie „ihr Rennen“ an den Anfang der Saison. „Wir wollten in den schönen Mai, da ist das Wetter sicherer, und möglichst dicht vor das Zwölf-Stunden-Mofarennen in Bohnhorst“, begründet Behrens die Entscheidung, die auf der Hoffnung fußt, dass viele Mofafahrer das Jeddinger Rennen als Vorbereitung für Bohnhorst nutzen. Nägel mit Köpfen hatten die Jeddinger dabei erst im Februar auf der Jahreshauptversammlung gemacht. „Wir freuen uns sehr, dass uns immer wieder Menschen unterstützen, sei es, dass sie uns Maschinen für die Vorbereitungen und Ackerflächen als Parkplätze für die Besucher zur Verfügung stellen“, betont Behrens.

Bereits am Freitag ist Anreise der Teilnehmer und ein erstes Testtraining, am Samstag beginnt um 10.15 Uhr das Training, um 11.30 Uhr das Qualifying bevor dann von 13 bis 18 Uhr das eigentliche Rennen läuft. Mehr Informationen und das Nennformular für das Rennen gibt es im Internet unter www.jeddingen300.de.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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