Maitour 2017 steht nichts im Wege / Stadt bleibt bei den Regeln

Wanderlust an der Wümme

Andreas Weber (von links), Frank Rütter, Thomas Buncke, Andreas Junge, Lutz Früchtenicht und Jürgen Meyer möchten die Maitour erhalten, aber auch regeln.
 ©Christine Duensing

Rotenburg (cd). „Mehr ist nicht unbedingt besser“: Für Andreas Weber war die Maitour 2016 trotz des enormen Rückgangs der Besucherzahlen ein Erfolg. 2015 waren noch rund 5.000 junge Menschen zum Bullensee gepilgert, im vergangenen Mai machten sich um die 1.500 auf den Weg. „Es ist dennoch ein Riesen-Event in Rotenburg – wenn nicht das größte, das wir hier haben. Und das möchten wir erhalten, nur eben im passenden Rahmen“, verspricht der Bürgermeister.

Urin im heimischen Garten, verdrehte und derangierte Verkehrsschilder, tiefe Blicke ins Glas und Streitereien, dazu kein Durchkommen für Rettungswagen und Polizei: Anlieger und Ordnungshüter hatten es am ersten Maitag 2015 nicht leicht gehabt. „Das waren Ausmaße, die konnten wir nicht einfach so weiter hinnehmen“, erklärt Weber, was ihn im vergangenen Jahr dazu bewegt hatte, die Wanderung ohne offiziellen Veranstalter in Frage zu stellen. Nach intensiven Planungen mit Landkreis, Polizei und DLRG sowie einer Gruppe Jugendlicher, die sich über Facebook zum Protest und zum aktiven Mitgestalten organisiert hatte, kam dann der Kompromiss: Es wird gewandert – aber es gibt Regeln.

Und so soll es in diesem Mai auch ablaufen, erklären Weber, Ordnungsamtsleiter Frank Rütter, Rotenburger Polizist Thomas Buncke, Andreas Junge vom Forstamt Rotenburg sowie Lutz Früchtenicht und Jürgen Meyer vom DLRG beim Pressegespräch. Denn mit dem Ablauf der Maitour 2016 zeigen sich alle zufrieden. „Die Stadt ist sauber geblieben, und wir hatten einen viel besseren Überblick. Es kam nicht mehr so ein Menschenansturm aus anderen Städten und Gemeinden nach Rotenburg“, erklärt Buncke. „Alles wunderbar“, findet auch Meyer. „Wir waren letztes Jahr quasi arbeitslos, mussten keinen Dreck aus dem See fischen.“ Auch von den Jugendlichen hätte es ein gutes Feedback gegeben, sagt Weber, der mit den jungen Helfern vom Vorjahr für die nächsten Planungen bereits in Kontakt steht.

T-Shirts und Armbänder stehen am 1. Mai wieder zum Verkauf für den guten Zweck. Außerdem gibt es Müllcontainer und Toiletten – und eben das Regelwerk: eine Allgemeinverfügung, die die öffentliche Sicherheit und die Natur schützen soll. Wer mitläuft, muss das Alkoholtrinkverbot an einigen Plätzen auf der Strecke einhalten. Diese Regelung soll Menschenansammlungen verhindern. „Wo genau, geben wir noch bekannt“, so Rütter, der aber schon ans Mühlenende erinnert. Glasflaschen sind auch dieses Mal tabu. „Wir wollen keinen Scherbenteppich“, so Buncke. Ziel der Wanderung ist – neben dem Weg – der Parkplatz, nicht der Bullensee. Letzterer wird wie 2016 von der Polizei abgesperrt, des Naturschutzes wegen. „Wer die Allgemeinverfügung missachtet, zahlt ein Bußgeld von 200 Euro“, erklärt Polizist Buncke.

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