„Luffy“ und „Bobby“ laden zum interaktiven Pink-Floyd-Abend - Von Nina Baucke

Wer ist Emily?

"Another brick in the wall" heißt einer der wohl bekanntesten Songs von Pink Floyd. Mit dem und mehr rund um die britische Bandlegende beschäftigen sich Reinhard "Luffy" Lüdemann (links) und Bernd "Bobby" Meyer u2013 bis die Kartonmauer einstürzt. Foto: Nina Baucke
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Visselhövede. „Another brick in the wall“ heißt einer der bekanntesten Titel der britischen Rockband Pink Floyd – und dementsprechend stapeln sich im Gebäude Neun auf dem Gewerbecampus Lehnsheide in Visselhövede weiße Kartons zu einer Mauer. Nicht ohne Grund, denn dort begrüßen am Donnerstag, 8. November, Reinhard „Luffy“ Lüdemann und Bernd „Bobby“ Meyer Pink-Floyd-Fans und solche, die es werden wollen, zu ihrer interaktiven Musikshow.

„Talking ‘bout my generation“ nennen die beiden Musikfreunde ihre Reihe, in der sie über die großen Bandlegenden der Musikgeschichte sprechen – gemeinsam mit jeweiligen Fans. Auf dem Gewerbecampus ist es bereits die zweite Ausgabe, nach dem Auftakt mit einem Beatles-Abend. „Joachim Behrens hat sich zwar schon dafür Pink Floyd gewünscht, aber die Beatles sind nun mal die Mutter aller Bands“, erklärt Meyer mit einem Lachen. Behrens hatte als Geschäftführer von JBS und als Inhaber des Campus’ das Gebäude Neun vor einiger Zeit als Veranstaltungsort ins Gespräch gebracht, nach dem er bereits einmal in Scheeßel die Pink-Floyd-Episode miterlebt hatte. „Wir haben nach dem Beatles-Abend sehr viel positives Feedback bekommen“, freut sich der Unternehmer. „Wir hätten ohnehin einen zweiten Abend veranstaltet, aber so ist das weitaus ermutigender.“

Mit im Boot in Visselhövede ist allerdings nicht nur Behrens mit JBS, sondern auch der Kultur- und Heimatverein. „Wir freuen uns, dass wir Joachim Behrens für die Kultur hier in Visselhövede entflammen konnten“, sagt Erhard Grunhold vom Vorstand des Vereins. „Es sind am Ende Gewerbetreibende mit einem Herz für die Kultur, die unser Programm überhaupt möglich machen.“

Für Behrens ist das kulturelle Engagement ein Signal, in Visselhövede angekommen zu sein. „Wir wollten nicht unser eigenes Ding machen, sondern haben bewusst den Kontakt zum Kultur- und Heimatverein gesucht. Gerade das Kulturelle ist ein ausgesprochen attraktiver Faktor, der Visselhövede von anderen Orten unterscheidet.“

Auch Christiane Wuttke, Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins, sieht die Kooperation mit JBS als auch mit „Luffy“ und „Bobby“ positiv: „Wir hatten beim Beatles-Abend eine besondere Mischung im Publikum: Menschen, die oft zu unseren Veranstaltungen kommen, als auch Neulinge.“

Die Idee zu dem Konzept der Musikshow war Meyer gekommen. Er, der Tanzmusiker, hatte sich irgendwann gefragt, wo er eigentlich musikalisch her kommt. „Da kam mir die Idee zu einem ,Single-Abend‘, an dem jeder seine erste Single mitbringt.“ Seit einiger Zeit tauschen er und Lüdemann sich schon in Scheeßel mit Fans in dem Konzept „Talking ‘bout my generation“ über ihre Lieblingsbands aus. „Das Interessante ist auch, dass, selbst wenn wir den Pink-Floyd-Abend schon öfter gemacht haben, es immer ein anderes Publikum ist und sich damit auch immer wieder ein anderer Abend mit anderen Geschichten ergibt“, betont Meyer. „Es gibt dabei kein Schema F“, sagt auch Lüdemann. „Wir wissen ja nie, wen wir da haben. Das lieben wir, denn das macht einfach Spaß.

Sie freuen sich auf den 8. November: „Das Spannende bei Pink Floyd ist ihre Entwicklung von Psychadelic hin zur Folklore“, erklärt Meyer. „Auch wenn viele Fans erst beim Album ,The Wall‘ eingestiegen sind, das eher das Ende dieser Entwicklung markiert.“ Vor allem wohl deshalb, weil Pink Floyd in „Another brick in the wall“ mit den Zeilen „We don’t need no education, we don’t need no thought control“ etlichen Schülern aus dem Herzen sprachen. „Den Lehrern tat Songschreiber, Sänger und Gitarrist Roger Waters mit seiner Kritik am Bildungs-Establishment sicherlich nicht unbedingt einen Gefallen“, so Grunhold. Die Platte wurde ein Millionenerfolg und ist es immer noch. Auch die Alben „The dark side of the moon“ oder „Wish you were here“ sind Klassiker der Musikgeschichte. Wer ist Emily? Was ist mit Arnold Layne? Warum hat „Bobby“ trotz Karten Pink Floyd 1981 nicht gesehen? Meyer und Lüdemann hoffen dabei auch auf zahlreiche Devotionalien – Alben, Singles, alte Konzertkarten – und natürlich auf Geschichten, die die Besucher mitbringen. „Wir wollen in Erinnerungen schwelgen“, kündigt Lüdemann an. Der Scheeßeler Thomas Voss spielt zudem auf Gitarre den ein oder anderen Pink-Floyd-Song.

Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Veranstalter bitten allerdings um Spenden für ein Ausbildungsprojekt in Ghana.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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