Landwirtschaftsfamilie Averbeck teilt Geschäftsbereiche auf

Erdbeerhof: geteilte Aufgaben

Inge und Cord Averbeck betreiben weiterhin den Erdbeerhof Averbeck an der Celler Straße in Visselhövede. Foto: Kirchfeld
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VON ANGELA KIRCHFELD

Visselhövede – Es ist das Jahr 1910. Heinrich Röhrs Senior und sein Sohn Heinrich erbauen den Hof an der Celler Straße, der heute überall unter dem Namen „Erdbeerhof Averbeck“ bekannt ist. 1950 übernimmt Margarete Averbeck, geborene Röhrs, mit ihrem Ehemann Heinrich den landwirtschaftlichen Hof, auf dem nun seit mehr 30 Jahren Erdbeeren vermarktet werden. Und nun ist die nächste Generation dran.

„Am 1. Juli dieses Jahres übergaben wir die ganze Palette der Landwirtschaft und den Putenbetrieb unseren Sohn Harm, der mit seiner Ehefrau Anne-Kathrin und seinen zwei Kindern in Behningen wohnt“, berichtet Cord Averbeck. Er übernahm vor rund 35 Jahren den Hof von seinen Eltern, Heinrich und Margarete. Man trennt sozusagen die Geschäftsfelder: „Wir führen jetzt nur noch den Erdbeerbetrieb“, so Ehefrau Inge Averbeck. Somit bleiben die Erdbeerfelder zum Selberpflücken, die fünf Verkaufsstände, die auch im Heidekreis und in Bothel zu finden sind und die Direktvermarktung in Visselhövede erhalten. Seit mehr als 25 Jahren besteht die Jungputen-Aufzucht.

Acht Hektar Erdbeerfelder bewirtschaften Inge und Cord Averbeck mit ihrem Team. „Wir sind sehr zufrieden mit der diesjährigen Ernte. Doch das ist auch ein großer Verdienst unserer treuen, guten Pflücker“, betont Inge Averbeck. Die 58-Jährige weiß die Arbeit ihrer 15 polnischen Helfer zu schätzen und sorgt dafür, dass sie sich hier wohl fühlen und immer wiederkommen. „So wie einige, die bereits seit 20 Jahren ihren Arbeits-Urlaub immer hier in Visselhövede verbringen.“ Ein großes Dankeschön gilt auch den Mitarbeitern vor Ort, die sich um den Verkauf kümmern und mit Freude bei der Arbeit sind. „Das ist unser höchstes Gut“, so der 59-jährige Cord Averbeck, der zu den größten Erdbeeranbauern der Region zählt.

Die polnischen Pflücker beginnen morgens um fünf Uhr mit der Ernte, um die kühleren Morgenstunden auszunutzen. „Die Sorte Korona ist eine ältere holländische Sorte von 1972 – sehr schmackhaft, aber leider auch sehr weich“, erklärt Cord Averbeck, der viele weitere Sorten aufzählen kann, mit denen er den Anbau versuchte. „Wir haben immer auf Geschmack geachtet, doch oft gibt es Probleme mit der Konsistenz. Da muss man dann Zugeständnisse machen.“ Heute vertreibt der Erdbeerbauer zusätzlich die Sorten Faith und Malwina, bei der es sich um eine dunklere Anschlusssorte handelt.

Nach der Ernte werden die Früchte gleich zu den einzelnen Verkaufsständen gebracht. Aber auch zahlreiche namhafte Hotels und Gaststättenbetriebe wissen die gute Qualität der roten Früchte zu schätzen und werden beliefert. Und was abends nicht verkauft wurde, kommt gleich in die große Averbecksche Marmeladenküche. Hier wird tagsüber gekocht, in Gläser abgefüllt, etikettiert und später im Hofladen vermarktet.

„Erdbeeren zum Selberpflücken“ ist ein weiteres Standbein das immer begeistert angenommen wird.

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