Kulturverein Eigenart bleibt vorerst handlungsfähig - Von Henning Leeske

Ein Jahr Zeit

Klaus Jädicke als zweiter Vorsitzender und Tomke Heeren als Schatzmeisterin haben derzeit wichtige Funktionen im Vorstand inne. Foto: Henning Leeske
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Visselhövede. Die überlebenswichtige Erkenntnis am Donnerstagabend im Heimathaus war: Der Kulturverein Eigenart hat für ein Jahr nun einen geschäftsfähigen Vorstand. Denn durch den lange angekündigten Rückzug des ersten Vorsitzenden Ralf Struck steht die Kulturinstitution an der Vissel ohne ersten Vorsitzenden da.

Ein Nachfolger für Struck ließ sich auch auf dieser außerordentlichen Mitgliederversammlung nicht finden, weshalb die Mitglieder den Beschluss zur Liquidation fassten, um mit den beiden gewählten Liquidatoren Heinz-Wilhelm Hesse und Andreas Netter den ordentlichen Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Das bereits geplante Programm könne so auf jeden Fall stattfinden, bekräftigten beide. Als Vertreter der Stadt wohnte auch Bürgermeister Ralf Goebel der Versammlung bei, weil die Stadt seit 2007 als solche Mitglied im Verein ist. Er bezeichnete Eigenart als nicht wegzudenkende Einrichtung im Kulturleben der Visselstadt: „Es gibt in der Umgebung wenige Kommunen, die sich dieser Vielfalt im Kulturleben bedienen können“, sagte er. Weiter sah er die großen Fußabdrücke durch die souveräne Vereinsführung in den vergangenen 20 Jahren als Problem für die Lösung des Nachfolgeproblems. Denn bislang traue sich daher niemand diese Aufgabe zu. Goebel legte zudem großen Wert auf die Betonung des Vereinsrechtes. Denn die nun eingeleitete Liquidation des Vereins sei notwendig gewesen, um überhaupt weiter geschäftsfähig zu bleiben. „So bietet sich die Chance für einen Neuanfang unter geänderten Vorzeichen“, so Goebel. Weil eben auch die Strukturen in der Vorstandsarbeit angepasst werden müssten. Auch mehr Kooperationen mit anderen Vereinen und Organisationen gerade in Visselhövede sollen gesucht werden.

Daher stellten die anwesenden Vorstandsmitglieder den vielen Besuchern ihre derzeitigem Aufgaben im Verein vor, um ein Bild der Arbeit auch hinter den Kulissen der erfolgreichen Veranstaltungen zu vermitteln. Als Schatzmeisterin kümmert sich Tomke Heeren um die wichtigen Finanzen. Andreas Netter übernimmt das Scouting der Künstler und gestaltet in Kooperation mit dem zweiten Vorsitzenden Klaus Jädicke, der zudem den Mailverkehr des Vereins betreut, das Programm, beziehungsweise erhält es aufrecht. Dazu kommen zahlreiche helfende Hände an Veranstaltungstagen, wenn es um die Backstage-Betreuung der Künstler geht. Heinz-Wilhelm Hesse unterstützt den Verein obendrein hinsichtlich der Steuerfragen. So gesehen ist der Verein organisatorisch gut aufgestellt und keineswegs vor dem Bankrott, zumal er laut Kassenwartin Heeren finanziell gut dastehe.

Einmütig wollen die Eigenartler nun das Jahr Karenzzeit nutzen, um für ihre Arbeit sowie eine neue Vereinsleitung zu werben, damit die jahrzehntelange Erfolgsgeschichte weiterlaufen kann. „Ich möchte jemanden finden, der in diesem Jahr in die Aufgabe als erster Vorsitzender hereinwächst“, brachte es Heeren auf dem Punkt. Daher sind auch alle Interessierten, die noch nicht einer der 69 Mitglieder sind, aufgerufen, sich bei Eigenart zu engagieren. Deswegen gaben die Vorstandsmitglieder auch schon zuversichtlich erste Pläne für das Halbjahresprogramm 2020 bekannt. Übrigens: Der nun scheidende Vorsitzende Struck übernahm vor 20 Jahren den Posten des Vorsitzenden aus der Funktion des Liquidators heraus. So gesehen ist für Eigenart dieser Teil des Vereinsrechts kein Neuland und möglicherweise nur wieder ein bewährtes Mittel zum Neustart. Wer sich für den Verein Eigenart engagieren will, kann telefonisch unter 04262/ 957337 oder per E-Mail an vorsitz1@eigenart-vissel.de Kontakt aufnehmen.

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