Kultur- und Heimatverein Visselhövede blickt nach vorne - Von Nina Baucke

Warten auf den Start

Christiane Wuttke neben der neuen Sponsorenwand: Die Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins freut sich, dass trotz Corona die Mitgliederzahl gestiegen ist. Foto: Nina Baucke
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Visselhövede. Seit gut einem Jahr ist es still im Visselhöveder Heimathaus – keine Musik, keine Lesung, keine Filmvorführung. Nach wie vor ist der Visselhöveder Kultur- und Heimatverein zum Stillhalten gezwungen. Untätig ist der Verein dennoch nicht, zuletzt sorgte er dafür, dass das Heimathaus im Erdgeschoss einen neuen Anstrich bekommt.

„Der letzte Anstrich ist schon 25 Jahre her“, erinnert sich die Vorsitzende Christiane Wuttke. Da das Gebäude der Stadt gehört, hatte der Verein sich an die Verwaltung gewandt, nun liegen drei Wochen Malerarbeiten hinter ihnen. „In zwei Aktionen haben wir die Tische und Stühle hier hin und her geräumt“, so Wuttke mit einem Lachen. „Und der Malerbetrieb hat das alles mitgemacht. Am Ende ist es toll geworden.“ Dabei fällt eine Neuerung ins Auge: die Sponsorenwand im Windfang des Heimathauses, mit der sich der Verein bei seinen Unterstützern bedankt.

Dass auch das Publikum das Hausinnere zu Gesicht bekommt, lässt allerdings noch auf sich warten: „Sämtliche Veranstaltungen, die wir für das erste Halbjahr dieses Jahres geplant haben, mussten wir absagen“, bedauert Wuttke. „Leider auch das Sommerfest, das wir anlässlich unseres 31. Vereinsgeburtstags vom 11. bis 13. Juni geplant hatten.“ Ursprünglich war dieses Event schon im vergangenen Jahr vorgesehen, aber schon damals machte Corona den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. „Aber wir halten an der Idee fest, wenn nicht als Jubiläumswochenende, dann als Sommerfest, das den Freitag mit einem plattdeutschen Abend, Samstag mit dem Bremer Kaffeehausorchester und den Sonntag mit Frühschoppen und Oldtimern umfasst“, bekräftigt sie. „Das ist im Kopf und wartet nur auf Umsetzung.“

Eine große Chance auf Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte sieht Wuttke derzeit nicht. Kurzfristig möglich sind nur kleine Konzerte oder Filmabende mit Material aus dem Archiv von Erhard Grunhold. Auch ein Termin für die nächste Mitgliederversammlung bleibt noch offen. „Vielleicht ist zumindest im Dezember eine kleine Kunsthandwerkerausstellung möglich – immerhin war die erste 1991 – also vor genau 30 Jahren.“ An die wenigen Konzerte im vergangenen Jahr erinnert sie sich trotzdem gerne: „Die waren toll, man hat die Freude der Musiker gespürt, dass sie endlich wieder Musik machen dürfen“, so Wuttke.

Sie freut sich dabei über die Treue der Mitglieder, deren Zahl ist im vergangenen Jahr sogar leicht angestiegen. „Es ist sehr erfreulich, dass uns sämtliche Mitglieder treu geblieben sind. Auch die Sponsoren unterstützen uns auch weiterhin, das freut uns außerordentlich.“ Als Dank hatten sie zu Weihnachten Briefe mit kleinen Teelichtern verteilt. „Wir sind noch da“, betont Wuttke. „Wir warten weiterhin auf den Startschuss.“

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