Kinder und Jugendliche begeistern im Theater Metronom - Von Andreas Trautmann

Der Ruf des Goldes

Die Geochacherinnen machten sich auf die Suche.
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Hütthof. Traditionell zum Ende der Ferien erobern Kinder und Jugendliche unter dem Motto „Kinder machen Theater“ die Bühne im Theater Metronom in Hütthof. Am vergangenen Samstag stellten die 25 Mitwirkenden dem Publikum das Ergebnis der vergangenen Tage vor – wobei alle Beteiligten trotz des Wetters Professionalität bewiesen.

Es lag daher vermutlich an eben diesen hochsommerlichen Temperaturen, dass Karin Schroeder das Publikum aufforderte, für die erste Szene draußen einen schattigen Platz vor einer Rampe aufzusuchen, da es dieses Mal ein „Wandertheater“ zu sehen gab. Die zweite Szene fand in der Theaterscheune statt, die als Hafen und Schiff herhalten musste. Für die dritte Szene ging es in den Theatersaal, der als Veranstaltungsort für den „Bundeswirtschaftsgipfel“ diente. Die letzte Szene spielte dann wieder in der Scheune, die jetzt einen Schrottplatz darstellte.´

„Alles auf der Goldwaage“ hatten die Nachwuchsschauspieler ihr selbstentwickeltes Stück genannt. Darin entdecken acht Geochacherinnen durch Zufall die Spur zu einem Goldschatz. Die Koordinaten führen sie in einen Schiffscontainer, in dem sich als Fracht unter anderem ein blaues Auto befindet. Das Schiff legt ab und gerät auf hoher See in einen heftigen Sturm und wird dabei beschädigt. Auf dem Wirtschaftsgipfel, auf dem vertrottelte und eitle Minister sich ständig selbst versichern, wie gut es dem Land geht, erfahren die Zuschauer, dass der Staat seinen Goldschatz wieder zurück ins Land holen will. Um Geld für den Transport zu sparen, hatte die Regierung das Gold in ein Auto umwandeln lassen. Jetzt soll gerade dieses Auto, das als Totalschaden gilt, verschrottet werden, und auch die Versicherung will nur den versicherten Wert von 1.000 Euro erstatten. Nach vielem Hin und Her finden am Ende alle zusammen und erkennen, wie unwichtig materielle Reichtümer sind.

Wieder einmal haben es die Macher vom Theater Metronom Karin Schroeder, Andreas Goehrt, Tomke Heeren und Stefanie Eichwald verstanden, aus einem bunten Haufen Kinder und Jugendlichen innerhalb von sechs Tagen eine Truppe von begabten Akteuren zu schaffen, die unterhaltend und witzig den selbst erdachten Stoff dem Publikum nahe bringen. Wenn auch die Logik aufgrund der Kürze der Entwicklungsdauer für das Theaterstück manchmal etwas zu kurz kam, so fühlten sich die Zuschauer alleine durch die Vorstellungskraft der Akteure in die Geschichte mit hineingezogen. Und natürlich half auch der Griff in die Trickkiste der Theaterprofis mit Musikeinspielungen und Videoprojektion eine realtitätsnahe Situation zu schaffen.

Die mehr als 120 Zuschauer belohnten die jungen Schauspieler als auch die Theatermacher mit einem begeisterten Applaus.

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