„Kinder machen Theater“ auf dem Piratenplatz in Hartböhn - Von Nina Baucke

Das Schiff vom Himmel

Auch in diesem Jahr machen Kinder Theater u2013 allerdings statt im Zirkuszelt auf dem Piratenplatz in Hartböhn. Foto: Nina Baucke
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Hartböhn. „Bin ich gut, oder bin ich gut?“ Camper Manfred Hansen ist sich seiner Sache sehr sicher – zumindest, wenn es darum geht, seine Frau Gisela und den Rest der Familie durch die Welt zu lotsen. Was allerdings passiert, wenn die Outdoor-Freunde auf einen Kannibalen-Clan und auf eine Luxus-Clique treffen und dann auch noch ein mysteriöses Schiff vom Himmel fällt – damit dürfte dann auch Manfred reichlich zu tun haben. Und ist damit mittendrin im Projekt „Kinder machen Theater“ 2020.

22 Kinder und Jugendliche schnuppern in diesem Rahmen bis einschließlich dem heutigen Samstag Theaterluft – aufgrund der Situation allerdings nicht wie in den vergangenen Jahren im Zirkuszelt des Theaters Metronom in Hütthof, sondern auf dem Piratenplatz in Hartböhn. Das bringt einiges an Herausforderungen: „Wir müssen an den Abstand denken und hier viel lauter sprechen“, erklärt die zwölfjährige Madeleine. „Aber es macht Spaß, an der frischen Luft zu sein.“ Samia wiederum ist elf Jahre alt und zum ersten Mal bei „Kinder machen Theater“ dabei: „Ich habe mir das ganz anders vorgestellt, aber es ist richtig cool und ganz anders als gedacht.“ In den vergangenen Jahren waren nur wenige „Neulinge“ wie Samia dabei, in diesem Jahr sind es verhältnismäßig viele. „Das ist gerade irgendwie eine Art Generationswechsel, den wir jetzt hier haben“, sagt Schroeder.

„Die königlichen Camper-Kannibalen“ heißt das Stück, dass der Bühnennachwuchs unter Anleitung von Karin Schroeder, Stefanie Eichwald, Robin Gallo und Moritz von Zeddelmann, unterstützt von Ralf Struck, von Montag an einstudiert haben.

Die Texte und die Ideen entwickelten die Teilnehmer des Projekts dabei selbst, denn bis auf ein Lied und die Sache mit dem auf einmal auftauchenden Schiff steht nichts zu Beginn fest: „Sich selber den Text ausdenken, ist einfach besser“, findet der 13-jährige Johann. „Auswendiglernen macht kein Spaß“, ist auch Maadjes (13) Meinung. „So ist das viel kreativer.“ Alle Teilnehmer sind gespannt, wie ihr Stück bei den Zuschauern ankommen wird: „Das Tolle ist, dass keiner etwas über das Stück weiß und es so besonders spannend ist“, ist Maadje überzeugt. „Auf jeden Fall wird es lustig und schräg“, verspricht der 14-jährige Julius.

„Wie sich alle im Laufe der vergangenen Tage entwickelt haben, ist wirklich enorm“, freut Schroe-der sich über die Fortschritte, die die Kinder und Jugendlichen machen – vor allem die, die ansonsten zu Beginn ein wenig leiser und schüchterner sind. „Sie finden immer mehr zu ihrer eigenen Courage“, ist auch von Zeddelmann überzeugt.

Die Aufführung von „Die königlichen Camper-Kannibalen“ beginnt am heutigen Samstag, 22. August, um 17 Uhr auf dem Piratenplatz. Darüber hinaus gibt es noch Karten für die Vorstellung von „Emmas Glück“ am Freitag, 28. August, Beginn um 20 Uhr. Kartenreservierungen sind telefonisch unter 04262/1399 möglich.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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