Bürgerverein Wittorf sucht Bauplätze für junge Menschen - Von Nina Baucke

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Margret Puppa und Heiner Tamke vom Bürgerverein wollen jungen Menschen ermöglichen, in Wittorf zu bauen und dafür entsprechende Grundstücke zu finden. Foto: Nina Baucke
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Wittorf. Wie wird sich die Altersstruktur Wittorfs in den kommenden fünf, zehn, 20 Jahren verändern? „Ich sorge mich darum, dass wir hier vergreisen“, sagt Heiner Tamke, Vorsitzender des Bürgervereins. Dabei, da ist er sich sicher, müsste das nicht passieren. Denn genügend junge Wittorfer wollen in ihrem Heimatdorf bauen. Das Problem ist nur: Sie bekommen laut Tamke keine Bauplätze.

Um sich einen Überblick über die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten in Wittorf zu bekommen, hatte der Bürgerverein weitestgehend auf eigene Kosten und mit der finanziellen Unterstützung durch die Gemeinde bereits ein Baulückenkataster erstellen lassen. Ergebnis: „Die Flächen sind da, aber leider keine willigen Verkäufer. Die sind da gerade sehr zögerlich“, bedauert Tamke. „Wir können zwar niemanden zwingen, zu verkaufen, die Gründe nachvollziehen können wir in vielen Fällen aber auch nicht.“ Unter diesen Eigentümern sind nicht nur welche, die in Wittorf und der näheren Umgebung wohnen, sondern auch einige aus Bremen oder Berlin. „Da kommen wir gerade nicht weiter, und das ist sehr frustrierend“, sagt Tamke.

Dabei ist es ihm und seiner Stellvertreterin Margret Puppa allerdings wichtig, junge Familien im Dorf zu halten, ihnen Anreize zu bieten. Denn, das haben sie bereits an mehreren Stellen bemerkt: Die Nachfrage nach Bauplätzen im Dorf ist da, während die verfügbare weitestgehend weg ist.

„Wir haben eine so aktive Dorfjugend, die sich sowieso schon sehr engagiert. Das sind super Jungs und Mädchen mit vielen Ideen“, sagt Puppa. Und diese wolle man natürlich auch im Ort halten. „Wie wichtig sie im Dorfleben sind, haben wir vor allem beim Kreisschützenfest im vergangenen Jahr bemerkt.“ Und die Bereitwilligkeit, sich einzubringen, gehe für diese jungen Menschen nach der Dorfjugend weiter: „Das sind die, die später in der Feuerwehr aktiv sind, im Schützen- und Sportverein und hier das Leben weiter mitgestalten“, betont Tamke. Er und Puppa hoffen, dass sich der ein oder andere Eigentümer der Flächen einen Ruck gibt. „Wenn jemand verkaufen will, kann er es auch bei der Stadt tun“, sagt Puppa. Tamke ist dabei wichtig: „Wir wollen da aktiv sein und etwas für unsere Dorfjugend tun.“ Offen ist auch noch die Nachnutzung der ehemaligen Wittorfer Dorfschule. „Auch da haben wir in einem Arbeitskreis schon Ideen erarbeitet. Aber auch da warten wir ab, was noch passiert“, so Tamke. „Und wie der Bedarf künftig sein wird.“

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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