Bauausschuss stimmt für Planung im Gewerbegebiet Lehnsheide - Von Nina Baucke

Platz auf 8,8 Hektar

Rotenburger Rundschau
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Visselhövede. Neue Straßen, ein Abwassersystem, veränderte Spurführung an der Einfahrt – so einiges soll sich in absehbarer Zeit auf und am Gelände des Gewerbegebiets, der ehemaligen Kaserne Lehnsheide, tun. Einen Einblick in die Möglichkeiten und die damit verbundenen Kosten gab Sabine Möller vom Bremer Planungsbüro Sweco dem Bauausschuss am vergangenen Dienstag bei dessen Sitzung im Rathaus. Und diese Planungen haben es in sich: Etwa 3,1 Millionen Euro soll das Vorhaben im Ganzen kosten. Dennoch nahm das Gremium die Entwurfsplanung zustimmend zur Kenntnis.

Allerdings: Diese Kalkulation unterschied sich um 971.000 Euro Mehrkosten im Vergleich zu ersten Schätzungen im Mai. Dennoch machte die Verwaltung deutlich, dass die Beauftragung des Planungsbüros dazu beitragen soll, nun gezielt Fördermittel einzuwerben. „Uns ist eine detaillierte Planung jetzt wichtig, damit wir für die Förderanträge die Kosten kalkulieren können – und das nicht nur auf Schätzbasis“, erklärte Bauamtsleiter Gerd Köhnken. Mit etwa 1,75 Millionen Euro aus einem Programm der N-Bank zur Förderung „hochwertiger wirtschaftsnaher Infrastruktur“ und damit aus Landesmitteln rechnet die Stadt dabei.

Derzeit verfügt die Stadt über eine 5,5 Hektar große Fläche südlich des bestehenden Gewerbegebiets, weitere 3,9 Hektar, auf denen sich zur Zeit noch Wald sowie der ehemalige Sportplatz befindet, plant die Stadt der Firma JBS, der Eigentümerin des ehemaligen Kasernengeländes, abzukaufen. Darin enthalten sind zudem Ausgleichsflächen. 0,6 Hektar davon sollen als Verkehrsflächen dienen. Die Stadt verfügt dann über 8,8 Hektar, díe sie als Gewerbeflächen vermarkten kann. Auch dem Kauf der 3,9 Hektar von der Firma JBS stimmte der Ausschuss zu.

Möller stellte darüber hinaus die verschiedenen Maßnahmen vor, die für die Erweiterung und Ertüchtigung des bisherigen Gebiets notwendig sind. So soll die Rechtsabbiegerspur an der Einfahrt von der Bundesstraße 440 aus zurückgebaut und statt dessen eine Linksabbiegerspur aus Richtung Ottingen entstehen. Um die Markierungen deutlich zu machen, sei dafür eine Erneuerung der Asphaltdecke notwendig, so Möller. Der Radweg soll zudem dann eine Breite von 2,50 Meter bekommen. Die Kosten betragen nach Sweco-Berechnungen fast 282.000 Euro.

Eine weitere Maßnahme ist die Planstraße B, die im Norden des bestehenden Geländes entstehen soll. Stellplätze sind dort nicht vorgesehen, auch die Breite ist mit sechs Metern gerade ausreichend, dass sich zwei Lastwagen dort im langsamen Tempo begegnen können. Dafür rechnete Möller mit rund 273.000 Euro, dazu kommt die Entwässerung mit einem neuen Schmutzwasserkanal für rund 166.000 Euro. Für den Rückbau des Sportplatzes werden weitere fast 206.000 Euro fällig.

Der kostenintensivste Faktor mit 1,46 Millionen Euro ist allerdings die sogenannte Planstraße A, die vom Gewerbecampus über den noch bestehenden Sportplatz zur geplanten Erweiterung führen wird – 460 Meter lang und 6,50 Meter breit. Dazu kommt die Entwässerung mit Kanälen und der Erweiterung des Regenrückhaltebeckens, für diese Maßnahmen veranschlagte Mäller weitere fast 738.000 Euro. Zunächst allerdings soll die Planstraße A lediglich als Baustraße entstehen. „Wir warten, bis die Firmen ihre Standorte entwickelt haben, damit die Baustellenfahrzeuge keinen Schaden an der Straße anrichten können“, erklärte Möller. In dem zweiten Schritt soll dann der Endausbau erfolgen, inklusive der Lastwagen-Stellflächen und dem Gehweg. „Es macht Sinn, dort Parkflächen für Anlieger-Fahrzeuge und die Gewerbetreibenden zu schaffen“, plädierte Goebel. Zugleich will die Stadt durch einseitige Stellplätze verhindern, dass auch andere Lkw-Fahrer den Bereich zur Übernachtung nutzen. „Ich sehe den Gehweg nicht als zwingend notwendig an“, bemerkte Eckhard Langanke (WiV). „Das ist Abwägungssache, vielleicht gibt es künftig dort Mitarbeiter, die sich auch mal die Beine vertreten wollen“, widersprach Bauamtsmitarbeiterin Christina Rathjen.

Während die Planungen für die Baumaßnahmen laufen, gibt es bereits einige Interessenten für die Flächen: „Wir haben schon einige Gespräche in dieser Richtung geführt“, so Köhnken.

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Nina Baucke Nina Baucke
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