Bauausschuss spricht sich für Tempo 30 vor der Kastanienschule aus

Auf die Bremse

Geht es nach dem Bauausschuss sollen Fahrzeuge im Bereich der Kastanienschule künftig maximal Tempo 30 fahren dürfen.
 ©Foto: Nina Baucke

Visselhövede (nin). Drückt Visselhövede im Innenstadtbereich im übertragenen Sinne auf die Bremse oder nicht? Zumindest im Bereich der Kastanienschule an der Großen Straße könnte es demnächst so sein, dass die Fahrzeuge dort ihre Geschwindigkeit auf Tempo 30 drosseln müssen. Mit einer entsprechenden Entscheidung folgte daher der Bauausschuss nur teilweise einem Antrag des FDP-Ratsmitgliedes Henning Cordes kürzlich bei seiner Sitzung.

Cordes hatte sich für eine Geschwindigkeitsreduzierung in Goethestraße, Große Straße, Süderstraße und Lindenstraße ausgesprochen: „Eine Absenkung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 würde an diesen Stellen wesentlich dazu beitragen, Gefahrensituationen mit Fußgängern zu entschärfen, Unfallschwerpunkte zu verringern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Lärm deutlich zu reduzieren“, so Cordes in seinem Antrag.

Auch die Kastanienschule hatte sich für einen Tempo-30-Bereich auf Höhe des Schulgebäudes ausgesprochen, da aufgrund der Bausituation derzeit vermehrt der Zugang zur Schule über die Große Straße erfolgt. Diese Stelle „eine extreme Gefahrenquelle für die Schulkinder dar“, heißt es in dem Schreiben der Schule.

Ein grundsätzliches Problem des Antrags von Cordes allerdings ist: „So eine Tempo-30-Zone darf nicht in den Bereich des überörtlichen Durchgangsverkehrs“, erläuterte Bauamtsleiter Gerd Köhnken. Er hatte sich an das für eine entsprechende Genehmigung zuständige Straßenverkehrsamt des Landkreises gewandt. „Der Landkreis sieht bei Süderstraße und Lindenstraße völlig Schwarz, und auch bei der Goethestraße wären dicke Bretter zu bohren.“ Dort wäre Lärmschutz zwar ein Argument, das allerdings von einem Gutachten gestützt werden müsste. Möglich wäre dort eine temporäre Lösung, wobei von 6 bis 20 Uhr Tempo 30 vorgegeben sei.

Besser sehe es im Bereich der Kastanienschule aus: „Wir werden dort nach den Baumaßnahmen schmale Gehsteige und Fahrradspuren haben, und das sind Argumente, die unterm Strich reichen würden. Zumindest lohnt es sich, einen Antrag zu stellen“, so Köhnken. „Wir sollten schauen, was machbar ist – für die Sicherheit“, warb Bürgermeister Ralf Goebel. „Außerdem erhöht das auch die Lebensqualität im Einkaufsbereich.“

Der Ausschuss stimmte bei nur einer Enthaltung für Tempo 30 vor der Grundschule, die Geschwindigkeitsbegrenzung auch auf die anderen Bereiche auszuweiten fand jedoch keine Mehrheit.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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