Bauausschuss hadert nach wie vor mit DB-Entwurf für den Bahnhof

Besser klein als gar nicht

Der Weg zwischen den Bahnsteigen wird ohne Unterführung in Zukunft länger werden. Foto: Judith Tausendfreund
 ©

Visselhövede (jt). Der Bahnhof Visselhövede punktet nicht gerade mit einer heimeligen Atmosphäre – dennoch ist er für alle Anwohner und Durchreisenden eine wichtige Möglichkeit, den Schienenverkehr zu nutzen. Schon bald soll sich nun einiges verändern, vor allem sieht der Plan vor, die „Verkehrsstation Visselhövede“ endlich barrierefrei zu gestalten. Dabei werden die Bahnsteige eins und zwei auf einer Länge von 140 Metern jeweils erhöht und an den Zugeinstieg angepasst. So sollen in Zukunft auch Rollstuhlfahrer die Zugabteile erreichen können.

Doch, so bedauerten es die Mitglieder des Bauausschuss, wird es keine direkte Verbindung zwischen den Bahnsteigen geben. Stattdessen bleibt es bei dem DB-Entwurf, der den Weg an der Bahnhofstraße über die Rosenstraße und den Wehnser Weg vorsieht. Die bisher bestehende Unterführung wird verfüllt, die Tunneleingänge werden zurückgebaut. Außerdem soll das gesamte Gelände entwässert und beleuchtet werden, die Stadt plant zudem einen „Park&Ride“-Parkplatz.

Vorangegangen ist der Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes. Das Amt ist den Anregungen der Stadt Visselhövede nicht gefolgt, dementsprechend mäßig zufrieden zeigten sich die kommunalen Politiker mit dem Beschluss. „Es ist einfach nicht nachvollziehbar, wie da mit den Leuten umgegangen wird“, stellte Eckhard Langanke (WiV) fest. Allerdings gab er zu, dass er dennoch froh sei, dass nun Bewegung in die Sache kommt. Auch Bauamtsleiter Gerd Köhnken musste zugeben, dass die Wege, die in Zukunft den Anwohnern zugemutet werden, eher ungewöhnlich seien. Auch der Weg bis zum P&R-Parkplatz sei ein langer Weg, eine Modernisierung im eigentlichen Sinne sei das Ganze nicht. „Wir konnten uns da nicht durchsetzen, aber die Bahn hat sich positioniert, es soll jetzt losgehen“, so Köhnken. Dagmar Kühnast (SPD) stellte fest, dass man sicher noch nachbessern könne: „Dennoch wird es eine Erleichterung sein, einen ebenen Einstieg vorzufinden. Es ist nicht schön, aber doch ein kleiner Fortschritt“, so die Politikerin. Ohnehin konnte der Bauausschuss den Vorgang lediglich zur Kenntnis nehmen. Zwar kann gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt werden, doch diese Idee wurde während der Sitzung nicht in Erwägung gezogen. Demnach wird die DB Station & Service AG mit Sitz in Hannover als verantwortliche Maßnahmeträgerin mit dem Bau im Mai diesen Jahres beginnen. Die Umsetzung wird durch das vorgegebene Betriebsprogramm größtenteils in nächtlichen Zugpausen erfolgen. Lediglich im September werden zum Rückbau der Personenunterführung Sperrpausen im Betrieb benötigt, so teilte der Träger der Stadt mit. Abschließend ergänzte Bürgermeister Ralf Goebel, dass das Gebäude, welches am Bahngleis steht, dem Deutschen Roten Kreuz gehöre. Da hier der Putz abblättert und das Gebäude auch insgesamt eher einen traurigen Eindruck macht, habe er den Kontakt aufgenommen, mit der Intention, eine Verbesserung zu erzielen. „Da soll jetzt was passieren“, so Goebel.

28.02.2021

Landpark Lauenbrück

12.02.2021

Winterlandschaft in Rotenburg

22.12.2020

Weihnachtsbilder

29.10.2020

Herbstfotos der Leser