Bauausschuss diskutiert über den Ausbau der Großen Straße

Schwieriger Schwenk

Der Ausbau der Großen Straße birgt noch Diskussionsstoff. Foto: Nina Baucke
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Visselhövede (nin). Der Ausbau der Großen Straße in Visselhövede ist lediglich einen halben Schritt weitergekommen. Der Bauausschuss befürwortete bei seiner Sitzung am Donnerstag drei von sechs überarbeiteten Punkten, die das Landesamt für Straßenbau und ein Planungsbüro wiederum bereits Ende Oktober dem Gremium vorgestellt hatten.

Einmütig votierten die Mitglieder des Ausschusses für die Schaffung zweier Parkplätze auf der Höhe Große Straße 13 und 17, dafür, dass von der L171 lediglich die Einfahrt in die Kurze Straße möglich sein soll und für die Verlängerung des Gehwegs bis zur Lidl-Einfahrt. Dennoch bot dieser Tagesordnungspunkt noch einiges an Diskussionsstoff – und der fußt vor allem auf dem Abschnitt entlang der Kastanienschule.

Schon Ende Oktober war die Ankündigung, einige der Kastanien zugunsten von Parkplätzen zu entfernen bei Hartmut Wallin (Grüne) sauer aufgestoßen. Auch am Donnerstag warb er dafür, die Bäume zu erhalten und dafür auf die gegenüber geplanten sechs Stellflächen vor dem Schuhhaus Scherff zu verzichten. Sein Vorschlag: ein Verschwenken der Fahrbahn in diesem Abschnitt. Das würde auch für mehr Abstand zwischen Schule und Straße sorgen. „Denn ohnehin ist es dort für die Schüler schon sehr laut“, so Wallin.

„Parkplätze sind dort von nöten“, widersprach Astrid Kirmeß (CDU). „Irgendwo müssen sie noch möglich sein.“ Das sah auch Uwe Joost (WiV) so: „Viele Kinder werden mit dem Auto gebracht. Da brauchen wir an der Stelle Parkstreifen, sonst müssen die Eltern sie auf der Straße rauslassen.“ Gerade das, so Wallin, solle ja auch anders werden, dass weniger Kinder gebracht werden.

Auf ähnlich wenig Begeisterung stieß die Entfernung der Kastanien bei Michael Meyer (CDU). „Es geht mir dabei um das Ortsbild.“ Er schlug vor, die fehlenden Parkplätze durch Grundstückszukäufe zu gewinnen. Das Problem jedoch bei der Verschwenkung: „Wir bräuchten dafür eine weitere Fläche“, so Bürgermeister Ralf Goebel. „So eine Verschwenkung ist nicht nur für 50 Meter möglich, sondern länger – und dann würden noch mehr Parkplätze entlang der Großen Straße wegfallen.“ An diesen Punkt gebunden ist die Frage, ob Parkplätze vor der Kastanienschule möglich sind. Theoretisch wären es acht, allerdings, so heißt es im Beschlussvorschlag der Verwaltung, würde dadurch die Verkehrsfläche derart ausgeweitet, dass sich die Geschwindigkeit erhöht. „Außerdem fehlt dann der ausreichende Platz für die Ersatzpflanzung der Kastanien.“ Über den Zustand der Bäume liegt der Stadt derweil ein 45-seitiges Gutachten vor. „Ja, die Kastanien haben Krankheiten, aber das Gutachten bescheinigt ihnen auch Vitalität“, erklärte Bauamtsleiter Gerd Köhnken. „Demnach können die Kastanien noch einige Jahre dort stehen.“

Ebenfalls noch in der Schwebe ist die Frage, ob die Ausfahrt der Gerhard-Hauptmann-Straße als Grundstücks- oder Straßenausfahrt gilt – und das wiederum ist von der Entscheidung über den Primar Campus abhängig.

Nach der Entscheidung des Verwaltungsausschusses über diese Punkte trägt die Stadt ihre Einschätzung dem Landesamt vor.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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