Ausschüsse schieben Toilettensanierung an der Oberschule an

Es drängt

Elternprotest auf dem Marktplatz vor dem Rathaus: Seit langem gibt es Kritik an der Toilettensituation an der Oberschule. Foto: Nina Baucke
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Visselhövede (nin). Vor einigen Wochen hatte die Visselhöveder Stadtverwaltung für Entsetzen auf einer Schulausschusssitzung gesorgt, als sie die nötigen Sanierungskosten für die Sanitäranlagen der Oberschule mit mehr als 800.000 Euro bezifferte. Bei einer kürzlichen Sitzung entschieden Schul- und Bausschuss wie auch darauffolgend der Verwaltungsausschuss nun einstimmig, die notwendigen Maßnahmen anzugehen und einen Planer anzuheuern.

Seit langem kritisieren Schule und Elternvertreter die Situation in den Toiletten, auch die Stadtverwaltung bezeichnet ein Grundsanierung als „unumgünglich“. Diese umfasst nicht nur eine oberflächliche Sanierung, sondern den Rückbau der Anlagen bis in den Sohlbereich, um die Grundleitungen tauschen zu können – und das möglichst bis ins Kellergeschoss. Dazu kommt die Modernisierung der elektrischen sowie der Wasserversorgung und der Einbau einer Abluftanlage, des Weiteren folgen Estrich-, Fliesenleger- und Malerarbeiten sowie Heizungs- und Sanitärarbeiten.

Bei einer Schülerzahl von etwa 400 sind im Schulgebäude Auf der Loge mindestens zehn Urinale, 15 Toiletten und sechs Waschtische erforderlich. „Diese Anforderungen können trotz eines Rückbaus im Bereich Unterrichtstrakt in den Obergeschossen realisiert werden. Die Gesamtkosten dafür liegen bei etwa 495.000 Euro, dazu kommen 315.000 Euro für die Sanierungsmaßnahmen an den Toiletten in der Zweigstelle Lönsstraße.

Auch dort ist eine Grundsanierung fällig, betroffen ist der Toilettentrakt im Erdgeschss inklusive Behinderten-WC und den Lehrer-, beziehungsweise Besuchertoiletten vor der Aula. „Die Notwendigkeit der Maßnahmen steht außer Frage. Aber eine kompakte Baustelle ist schwierig, wir müssen uns daher immer am Schulbetrieb vorbeihangeln“, erklärte Karin Stegmann vom Bauamt. „Wir sind da mit unseren Kapazitäten eingeschränkt und brauchen daher einen Planer.“ Das sah auch Bürgermeister Ralf Goebel als sinnvoll an. „Wir brauchen eine Abstimmung auf den Schulbetrieb, um einen vernünftigen Ablauf zu haben, wenn wir die Sanierung im nächsten Jahr umsetzen.“ Das sorgte für Kritik bei Elternvertreter Arno von Dreele: „Wir hatten dieses Thema im vergangenen Jahr schon einmal, und nun vergeht ein weiteres Jahr. Ich habe daher ein schlechtes Gefühl.“

Dagegen stieß der Plan der Verwaltung in den Fraktionen beider Gremien auf Zustimmung: Wichtig sei, dass nun überhaupt etwas angeschoben werde, mahnte dagegen Dagmar Kühnast (SPD). „Wir müssen zwar noch entscheiden, ob wir Auf der Loge oder an der Lönsstraße anfangen, aber anfangen müssen wir.“ Hartmut Wallin (Grüne), der vor der Sitzung per Antrag gefordert hatte, jährlich eine Toilettenanlage zu reparieren zog diesen angesichts der Diskussion wieder zurück. Astrid Kirmeß (CDU) warb sogar dafür, eher die Sanierung des Turnhallendachs dafür zu verschieben.

Die Ergebnisse der Planungen sollen Anfang 2020 vorliegen, mit den Sanierungen will die Stadt dann voraussichtlich in den folgenden Osterferien beginnen.

Trotz der Kosten entschieden beide Ausschüsse jeweils einstimmig für die Sanierung der Sporthalle auf der Loge. Die Gesamtsumme beläuft sich auf etwa 415.000 Euro, allerdings ist nun noch eine Förderung durch das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport möglich, diese liegt bei 165.370 Euro, zudem kann die Stadt auf eine Summe von 30.000 Euro vom Landkreis hoffen.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
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