368 Visselhöveder erhalten Corona-Impfung im DGH in Wittorf - Von Nina Baucke

„Riesige Ressourcen“

Ralf Goebel (von links), der CDU-Landtagsabgeordnete Eike Holsten und Chris Knoblauch stellten die Arbeit in der Impfeinrichtung in Wittorf vor. Foto: Nina Baucke
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Wittorf. Arnold Stumm war der Erste: Der Jeddinger stand am Montagmorgen ganz oben auf der Terminliste im Dorfgemeinschaftshaus Wittorf, als dort um 8 Uhr die Impfaktion des Landkreises begann. An zwei Tagen – Montag und Dienstag – jeweils acht Stunden lang versorgten Mitarbeiter des Impfzentrums Zeven 368 Visselhöveder Bürger über 80 Jahren mit dem Vakzin. „Alles läuft ganz entspannt“, erklärte am Montag Chris Knoblauch, der als Leiter des Krisenstabes das Impfen im Landkreis Rotenburg koordiniert.

Von der Struktur her war der Ablauf derselbe, wie im Impfzentrum in Zeven – vom Empfang mit Überprüfung aller Daten und Termine über die Anmeldung, dem Arztgespräch, dem Impfvorgang und einer Nachsorgezone, wo sich die geimpften Personen 15 Minuten zur Kontrolle aufhalten. Auch in Wittorf war für Notfälle ein Sanitäterteam vor Ort, dazu war vor dem Dorfgemeinschaftshaus eine Einbahnstraße eingerichtet, um – koordiniert durch die Freiwillige Feuerwehr – möglichst unproblematischen Verkehrsfluss zu ermöglichen. „Das Schöne ist, dass die Ortschaften selber hier mithelfen können – wie die Feuerwehr und der DRK-Ortsverein“, freute sich Knoblauch. „Wir haben da in der Fläche riesige Ressourcen, und das bietet viele Möglichkeiten.“ Auch lokale Ärzte sind miteingebunden, das schaffe bei den Menschen mehr Vertrauen, zeigte sich Knoblauch überzeugt. Unter ihnen war Michael Heise, der mit den Senioren klärt, inwieweit der Impfstoff sich mit Medikamenten verträgt, die die Betroffenen einnehmen. „Corona-Leugner oder Impfgegner gibt es hier nicht“, sagte er.

Anstatt mehrere kleine Räume wie in Zeven zu haben, behalfen sich die Visselhöveder im großen Saal des DGH mit Gartenpavillons, um ausreichend Privatsphäre zu ermöglichen. „Es geht ja vor allem um Sichtschutz, ansonsten ist hier ausreichend Geräuschkulisse“, sagte Bürgermeister Ralf Goebel. „Das A und O für uns war hier einfach der barrierefreie Zugang und die Parkplätze am Haus“, so Goebel. Zudem hatte die Stadt allen, die keine Möglichkeit hatten, nach Wittorf zu kommen, einen Fahrdienst angekommen. „Nur zehn Prozent haben darum gebeten, und nur etwa fünf Prozent am Ende auch in Anspruch genommen, alle anderen hatten doch noch Alternativen gefunden“, so Goebel. Man habe zudem bewusst bei der Terminvergabe Nachbarschaften gebündelt, um Mitfahrgelegenheiten zu ermöglichen.

Für Donnerstag und Freitag in der kommenden Woche sind dann in Wittorf die Impfungen von Senioren aus der Samtgemeinde Bo-thel geplant, und auch die Termine für die Zweitimpfungen der Visselhöveder sind bereits vergeben.

Vorgesehen sind die Impfungen in Wittorf wie auch in Oerel und der Drive-In-Impfung an diesem Samstag in Bremervörde vorerst nur für die Prioritätengruppe Eins, „wir warten aber jetzt die Erfahrungen aus diesen Terminen ab, denn es wäre auch eine Möglichkeit, Angehörige der Gruppe zwei ebenfalls dezentral zu impfen“, so Knoblauch. Da allerdings drängt Goebel auf eine zeitnahe Entscheidung: „Wir müssen die Menschen rechtzeitig informieren, um einen geordneten Durchlauf zu haben und Überschneidungen mit der Terminvergabe in Zeven zu vermeiden.“

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