Wolf Linne will Samtgemeindebürgermeister werden - Von Andreas Schultz

Einer für alle (Parteien)

Wolf Linne kandidiert für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters. Das Besondere: Bei seiner Bewerbung genießt er Rückhalt aus allen Parteien der Samtgemeinde.
 ©Andreas Schultz

Sottrum. Die politischen Ansichten mögen ziemlich verschieden sein, doch in Sottrum haben die Parteien des Samtgemeinderates eines gemeinsam: einen Wunschkandidaten für die Wahl des Samtgemeindebürgermeisters. Geht es nach ihnen, wird ab Herbst der parteilose Wolf Linne die Geschicke der sieben Mitgliedsgemeinden leiten.

Damit haben sich die Parteien im Laufe eines langen Prozesses für einen Verwaltungsbeamten entschieden, der auch Kenntnisse aus der freien Wirtschaft mitbringt: Der 54-jährige kommt aus Unter-stedt, weist ein BWL-Studium mit Prädikatsexamen vor und blickt auf lange Tätigkeit in der Otto-Group zurück, fast neun Jahre davon als Leiter Controlling bei einer Tochterfirma. 2008 sucht Linne neue Herausforderungen und verlässt nach langer Beratung in der Familie Otto „schweren Herzens“, wie er sagt. Fortan ist er im Rechnungsprüfungsamt Rotenburg tätig, dessen Leitung er 2011 übernimmt. Dort begleitet er die Umstellung der Haushaltsführung von der Kameralistik auf die Doppik und entwickelt zugehörige Systeme. „So wie das Amt jetzt aufgestellt ist, ist keine Optimierung mehr möglich“, sagt Linne. Da kam es für ihn gerade recht, als Wolfgang Harling (SPD) ihn im Namen aller Parteien ansprach, ob er sich nicht die Arbeit als Samtgemeindebürgermeister vorstellen könne. Linne bejahte – unter der Bedingung, dass er breiten Rückhalt aus den Parteien bekommt. Und den bekam er.

„Ich will für den Bürger da sein, er erwartet eine Dienstleistung. Ich verstehe die Aufgabe des Samtgemeindebürgermeisters als Geschäftsführer eines mittelständischen, familiengeführten Unternehmens“, sagt er bei der öffentlichen Bekanntgabe seiner Kandidatur. Als Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung will er das Optimale für die Samtgemeinde herausholen. „Verwaltungsarbeit wäre meine Hauptaufgabe“, fügt er hinzu. Durch Studium und Werdegang bringe er das richtige Werkzeug mit, unter anderem das Know-how in Sachen Haushaltsrecht – einer der Punkte, die die Parteivertreter überzeugt haben dürften, denn die Samtgemeinde ist mit der Erstellung ausstehenden Jahresabschlüsse beschäftigt.

Linne ist verheiratet, hat zwei Töchter im Alter von 16 und 18 Jahren. Sein Abi hat er in der Kreisstadt gemacht, seinen Grundwehrdienst ebenfalls heimatnah in Rotenburg abgeleistet.

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Andreas Schultz Andreas Schultz
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