Wahl 2021: Bahrenburg empfiehlt sich für das Amt des Sottrumer Samtgemeindebürgermeisters - Von Andreas Schultz

„Der richtige Schritt“

Abteilungsleiter in der Verwaltung, Gemeindedirektor für Sottrum: Für Holger Bahrenburg ist das Amt des Samtgemeindebürgermeisters der nächste richtige Schritt.
 ©Andreas Schultz (Archiv)

Sottrum. Viele kennen Holger Bahrenburg als ehemaligen Vorsitzenden des SV Horstedt, als aktives Mitglied des Horstedter Dorfvereins oder aber in seiner Funktion als Gemeindedirektor in Sottrum. Doch 2021 möchte der Verwaltungsmitarbeiter noch ein Stück höher, denn er strebt das Amt des Samtgemeindebürgermeisters an. Die Rundschau sprach mit dem 45-Jährigen, nachdem er am Mittwoch seine Pläne für eine Kandidatur als parteiloser Einzelbewerber bekannt machte.

Rundschau: Herr Bahrenburg, für so manchen dürften ihre Pläne überraschend kommen. Immerhin war bis vor einigen Tagen noch kein Kandidat für die Nachfolge von Peter Freytag in Sicht. Wie sind Sie darauf gekommen, sich als Kandidat für den Posten zu empfehlen?

Bahrenburg: Es war ja so, dass Peter Freytag angekündigt hat, nicht noch einmal für die Wahl zum Samtgemeindebürgermeister anzutreten. Und ich habe nun schon seit fünf Jahren das Amt des Gemeindedirektors inne, daher dachte ich: „Das ist vielleicht der richtige Schritt.“ Und wenn ich das jetzt nicht mache, kommt vielleicht jemand anders, der das dann zehn Jahre macht und dann ärgere ich mich, es nicht probiert zu haben. Ich habe Lust dazu.

Wann war Ihnen klar, dass Sie antreten wollen?

Ich bin lange damit schwanger gegangen, habe einige Gespräche dazu geführt. Weihnachten habe ich die Entscheidung getroffen und im neuen Jahr wollte ich das öffentlich machen.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Baustellen, mit denen ein neuer Amtsträger zu tun haben wird?

Viele Baustellen sind ja schon im Gange. Die Schnittstellenoptimierung in der Samtgemeinde zum Beispiel, die gilt es fortzuführen, genau wie die Zusammenarbeit unter den Mitgliedsgemeinden und in der Bürogemeinschaft im Rathaus. Außerdem habe ich da den Rathausanbau vor Augen, der bessere Voraussetzungen für die Mitarbeiter schaffen soll, auch das läuft schon an. Darüber hinaus muss der Feuerwehrentwicklungsplan fortgeführt werden, auch einen Schulentwicklungsplan möchte ich anschieben. Und dann haben wir noch die Jahresabschlüsse vor der Brust. Ich sehe, dass da viele Aufgaben sind, die fortgeführt werden müssen, wo die bereits positive Entwicklung weitergehen soll.

Gibt’s da etwas, was Sie verändern möchten, was Ihnen persönlich besonders wichtig ist?

Wir haben jetzt schon viele Themen auf dem Prüfstand. Wichtig wäre für mich der Rathausanbau, um für die Verwaltung adäquate Voraussetzungen zu schaffen. Das Personal sitzt jetzt schon ziemlich eng in dem Gebäude, und wir werden noch mehr Aufgaben und Personal bekommen, denn die Mitgliedsgemeinden werden einige Aufgaben abgeben.

Was macht Sie aus Ihrer Sicht zu dem richtigen Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters?

Ich bin jemand, der Lust darauf hat. Der Lust hat, etwas für die Allgemeinheit zu bewegen. Ich will, dass die Region gut aufgestellt ist und für die Bürger Verbesserungen herbeiführen. Das habe ich schon im Ehrenamt und in der Gemeinde so gesehen, als es beispielsweise um den Sporthausbau und das Einholen von Fördermitteln ging. Mein Antrieb ist, etwas für die Öffentlichkeit zu bewegen, die Lebensqualität für die Allgemeinheit zu verbessern, dörfliche Strukturen attraktiv zu halten. Der Kernort ist attraktiv und jedes Dorf hat seine Vorteile – die gilt es, herauszuarbeiten.

Haben Sie Unterstützung aus Parteien?

Es gab mit einer Partei so was wie ein Vorgespräch, ansonsten habe ich offiziell noch keine Gespräche mit Parteien geführt, also nein. Die Fraktionsvorsitzenden habe ich heute informiert, den Rat und das Personal des Rathauses auch. Ich finde es nur fair, wenn sie es von mir hören, statt es zuerst in der Presse zu lesen.

Sind Sie auch aus der Richtung angesprochen worden, ob Sie sich eine Kandidatur vorstellen können?

Nein, ich bin aber mehrfach aus der Bevölkerung angesprochen worden, ob ich das jetzt machen möchte. Ich habe Rückmeldung von mehreren bekommen, dass sie das gut finden würden. Das hat mich dann auch in meiner Entscheidung bestärkt.

War das auch mit der Familie so? Wie steht die zu einer Kandidatur?

Dass sie mitmacht, war Hauptfaktor. Durch meine Arbeit als Gemeindedirektor wusste sie auch schon, worauf sie sich einstellen kann. Und die freie Zeit, die wir gemeinsam haben, verbringen wir gut. Von daher steht sie dahinter.

Als parteiloser Einzelkandidat werden Sie Unterschriften sammeln müssen. Wird das schnell gehen?

Ich habe mein Vorhaben in der Samtgemeinde gemeldet, werde den Bogen bekommen und mich dann auf den Weg machen. Das ist nicht das Problem. Also: ja.

Autor

Andreas Schultz Andreas Schultz
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