Vorsitzender wird Hellweger Schützenkönig

Ausruf mit Hindernissen: Überraschung für Pantel

Das Hellweger Königshaus, von links: Alexander Willenbrock, Bernd Wichels, Melanie Cordes, Felix Kessler, Tim Parchmann, Timo Pantel, Michael Bildhauer, Annette Heemsoth und Benjamin Kasper
 ©Wilfried Adelmann

Hellwege (wa). Ein schriller Trillerpfeifenton schallt über das Gelände und Kommandeur Benjamin Kasper muss zum wiederholten Male zur Disziplin ermahnen, da die gut gelaunten Schützen des Hellweger Schützenvereins von 1966 das Scherzen nur schwer lassen können. Immer wieder fällt dem Einen oder der Anderen eine witzige Zwischenbemerkung ein, um die Mitglieder des Vereins zum Lachen zu bringen.

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Schützenfest Hellwege

Zur Proklamation der Königswürde hat sich der Vorstand dieses Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Die Proklamation verzögert sich aufgrund der Behauptung, ein Fehler sei unterlaufen. Die Spannung steigt natürlich bis der sehr überraschte Vorsitzende des Vereins selbst zur Majestät wird: Timo Pantel führt das neue Königshaus an. Mitglieder hängen dem verdutzten Vereinschef die Kette um den Hals, ehe es Gratulationen hagelt. Der ehemalige Kinder- und Jugendkönig ist einer von Zweien, die eine Zehn geschossen haben und so freut sich die frisch ernannte Majestät zusammen mit seinem Hofstaat.

Sein Vizekönig ist Bernd Wichels, die kleine Melanie Cordes erlangt den Titel der Kinderkönigin, Jugendkönig wird Felix Kessler, der Vize ist Alexander Willenbrock und als Bürgerkönig wird Michael Bildhauer mit seinem Vizekönig Christian Heinrich gekürt. Im Mannschaftsschießen gewinnen Tim Parchmann, Sven Michaelis und Bernd Wichels.

Vom Kette abnehmen, Kette umlegen, stillgestanden, rührt euch, Orden anstecken und zusammen anstoßen, nehmen die Kinder der Gäste nur am Rande Notiz. Sie spielen lieber mit der riesigen Kuh, die als Hüpfburg auf dem Gelände aufgebaut worden ist.

Und da zeigt sich auch das Dilemma vieler Vereine: Der Nachwuchs ist nicht mehr so motiviert wie früher, um die Königswürde zu schießen. Ob es der normale Alltagsstress ist, der Vereinsmitglieder davor zurückschrecken lässt, die Verpflichtungen, die mit der Königswürde einhergehen zu tragen, ob es die Kosten sind, die zwangsläufig auf den König oder die Königin zukommen? „Es ist schwer zu sagen“, wie die neue Königin der Königinnen, Annette Heemsoth verrät. Es gibt zwar eine Königsversicherung, um die Kosten zu senken, auch wird auf die Terminlage der Majestäten Rücksicht genommen. Aber immer weniger Schützen wollen die Königswürde „riskieren“. „Hellwege ist froh, einen Schützenkönig zu haben“, so Heemsoth weiter. „Andere Vereine haben schon gar keinen König mehr.“

In Hellwege gibt es diese Probleme nicht und auch das Schiedsgericht und die Tombola können stattfinden. Mit dem DJ-Team Tomorrow wird jedenfalls bis tief in die Nacht die gute Laune der Hellweger Schützen weiter gesteigert.

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