Viel los in Sottrum: Anfeuern und abfeiern beim Abendlauf - Von Rosemarie Swingle und Andreas Schultz

Startnummer 25

Früh lief Brhane Tsegay (vorne, Mitte) sich frei. Das zahlte sich aus, denn in der Konkurrenz um fünf Kilometer beim Sottrumer Abendlauf kam er als Erster durchs Ziel.
 ©Rosemarie Swingle

Sottrum. Es geht um viel: Die eigene Bestzeit auf zehn Kilometer schlagen, Teamgeist in der T-Shirt-Uniform des Betriebs beweisen oder auch „nur“ Imbissbudenkost und Musik genießen: Was Besucher des Sottrumer Abendlaufs aus der Veranstaltung herausholen, ist auch bei der 25. Auflage jedem selbst überlassen. Wer sich am Freitag im Bereich des Rathauses und auf der Rundstrecke umgesehen hat, traf auf viele unterschiedliche Arten der Event-Gestaltung.

Am Rande der Laufstrecke, abseits des Trubels zwischen Rat- und Heimathaus, jubelten die Anwohner und Freunde in kleinen Gruppen den Läufern zu. Manche spielten laute Musik über Soundanlagen, ein kleiner Kreis feierte Geburtstag und verlegte das Grillen in Riech- und Sichtweite der Sportler.

Vielerorts ließen sich begeisterte Menschen beim Anfeuern beobachten. Auf professionelles Niveau brachten es dabei die Sottrumer Cheerleader, die sich nahe der Gärtnerei positioniert hatten und zu Schlachtrufen Figuren und halsbrecherische Sprünge präsentierten. Die „Cheers“ waren weithin deutlich zu hören. Direkt nebenan verteilten Engagierte Wasser an Vorbeilaufende. Darüber hinaus dürfte das beschleunigende Spiel der Trommelgruppe für zusätzliche Geschwindigkeit bei den Sportlern gesorgt haben: Die Percussion-Künstler bemühten Snaredrum, Basstrommel und Agogo Bells und mischten dem Geschehen am Heimathaus Samba-Rhythmen bei.

Green & Grey nutzten die Gelegenheit zwischen den beiden großen Läufen und gaben schon einmal eine kleine Kostprobe ihres Könnens, das sich bei der späteren Party am Abend im Heimathaus voll entfalten sollte. Eine kleine Abwechslung zu dem, was an alten und neuen Charts durch die Lautsprecher dudelte.

Sportler schöpften Motivation aus vielen Quellen, sei es der Applaus im Start- und Zielbereich oder freche Sprüche auf Schildern und Shirts von Verwandten und Freunden. Entsprechend sahen die Zeiten der Sportler (siehe Text unten) aus. Wer sich mit seiner Leistung total verausgabt hatte, suchte sein Heil am Boden im Zielbereich: mal schnaubend auf allen Vieren, mal in gemütlicher Liegeposition.

Die Veranstalter zeigen sich zufrieden mit dem vielseitigen Programm, darin sind sich zumindest Alexander Hammesfahr und Thomas Patzwald aus dem Planungsteam im TV Sottrum einig. Und glücklicherweise hat auch das Wetter mitgespielt – angesichts dicker, dunkler Wolken, die vor dem Start des ersten Laufs über Sottrum hingen, sah es zumindest kurzzeitig nach Niederschlag aus. „Es hat auch am Morgen noch geregnet und das machte den Aufbau schwierig. Einige Markierungen konnten wir wegen der Nässe auch erst später anbringen. Aber das Wetter jetzt: top!“, so Patzwald während der Veranstaltung.

Von der Wetterlage ließen sich auch die Sportler nicht abhalten: Immerhin knapp 1.400 Meldungen hatte der Verein entgegengenommen. Und die tobten sich erst allein aus, ehe es nach Dusche und Umziehen zusammen mit den anderen Besuchern ans Feiern in und ums Heimathaus ging.

Noch mehr Bilder zum Sottrumer Abendlauf gibt es hier.

Autor

Andreas Schultz Andreas Schultz
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 andreas.schultz@rotenburger-rundschau.de

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