„Unser Dorf hat Zukunft“: Bereisung in Bötersen

Sechser ohne Kreuze

Was macht Bötersen aus? Diesem Rätsel stellte sich die Jury im Rahmen einer Puzzle-Aktion.
 ©Henning Leeske

Bötersen (hl). „Wer hier leben darf, hat einen Sechser im Lotto“, sind sich die Einwohner Bötersens einig. So lautete dann auch das Motto, als die Beurteilungskommission für die 26. Auflage des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ in der Gemeinde unterwegs war. Viel dörfliches Leben mit Perspektive: Das wollten die Einwohner der Jury zeigen.

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Bötersen hat Zukunft

Die Kommission für den Wettstreit der Dörfer, der vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgeschrieben wird, besteht aus vielseitigen Experten für den ländlichen Raum. So saßen im Exkursionsbus Vertreter vom Niedersächsischen Gemeinde- und Städtebund, von den Landfrauen, dem Landvolk, dem Städtetag und der Landwirtschaftskammer. „Was aber zeichnet die Dörfer aus, was macht sie attraktiv, wohn- und lebenswert – und wann hat ein Dorf Zukunft?“, ist laut Ausschreibung die grundsätzliche Fragestellung des Wettbewerbs.

Um die Zukunft der Gemeinde Bötersen zu veranschaulichen, hatten die Einwohner eine 90-minütige Rundfahrt beziehungsweise einen Rundgang durch Bötersen, Jeerhof und Höperhöfen auf die Beine gestellt. Den Ablauf für die umfangreiche Präsentation von Höjebö, wie sie selber ihre drei Dörfer Höperhöfen, Jeerhof und Bötersen abkürzen, hatten die zahlreichen Mitwirkenden sogar zuvor in einer Generalprobe geübt, was in dem flott getakteten Programm bei der Rundreise spürbar war. Denn die Gemeinde hat so viel zu bieten, dass jeder nur ganz schnell seine Aktivitäten zeigen konnte, damit noch Zeit für die anderen Arbeitsgruppen und Vereine bleibt, um sich präsentieren zu können.

Als Moderatoren führten Cord Trefke und Susanne Cordes durch die minutiös geplanten Stationen und gaben jedem einzelnen Kommissionsmitglied gleich einen Paten an die Hand, um auch auf der persönlichen Ebene zu beeindrucken.

Die Dorfgemeinschaft trat ambitioniert auf, weil sie weiter auf der Landesebene für sich und den Landkreis Rotenburg punkten will. So konnten die Moderatoren mehrfach auf die Arbeitsgruppe „Dörfliches Grün“ hinweisen und viele Projekte von Obstbäumen bis zu Blühstreifen vorstellen. Außerdem stellten sie die 15 Vereine der Gemeinde in einem Schnelldurchlauf vor. Ebenso flott war der Teil der Dorfjungend im Höperhus, die in Anlehnung der 72 Stunden Aktionen der Jugend eine 72 Sekunden Puzzelaktion für die Jurymitglieder vorbereitet hatte. Die wirtschaftliche Zukunft zeigte Cord Meyer als Vertreter der Landwirtschaft auf mit dem Weidehähnchenparadies samt Schutzziegen. Die zukünftige Entwicklung der Feuerwehr in Bötersen wurde anhand der Feuerwehr AG und der Jugendfeuerwehr erläutert. Auch der Sportverein habe mit seinen 580 Mitgliedern eine gute Zukunft in Sicht. Und dass die Gemeinde aufblüht, zeigten Klassen der Grundschule Bötersen mit dem Blühbeet im Schulgarten.

Noch echte Zukunftsmusik präsentierte die Arbeitsgruppe Dorfladen als der ganze Tross bei jubelnden Beifall aller versammelten Einwohner in der Scheune des Gasthofs Hoops eintraf. Für den Hofladen werde eine Bürgerbefragung durchgeführt, um die Wünsche der potenziellen Kunden zu erfahren. Die Juryvorsitzende Heike Reßmeyer war von der Präsentation sehr beeindruckt und sagte: „Wir haben jetzt Halbzeit mit den Bereisungen und mal sehen, was noch kommt“.

Was noch gekommen sein wird, und wie die Bötersener mit ihren Bemühungen abschneiden, das zeigt sich am Freitag, 29. Juni, bei der Preisverleihung im Kreishaus.

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