TV Sottrum zeigt Komödie „Reine Nervensache“ - Von Henning Leeske

Drahtseildreiakter

Das Ensemble des TV Sottrum ist beim Proben nicht zimperlich: Maren Bischoffs ausdrucksstarke Backpfeife schlägt im nächsten Augenblick bei Jens Högermeyer und Andree Siemund-Scheffelmeier ein.
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Sottrum. „Nein, den Scheck musst du ihm richtig so zustecken, dass er ihn nicht ablehnen kann“: Die Regieanweisungen von Andree Siemund-Scheffelmeier an Nadja Scheffelmeier sind kurz und eindeutig. Im neuen Stück der Laienspielgruppe des TV Sottrum geht es ums liebe Geld – und allerhand Verwicklungen. Für die Figuren wird es anstrengend im Gasthaus Röhrs, denn der Name ist Programm: Was auf der Bühne vor sich geht, ist „Reine Nervensache“.

Und darum geht’s: Erbtante Hedwig Strohbeck (Nadja Scheffelmeier) kündigt kurzfristig ihren Besuch im Hause Hansen an und will nach dem Rechten sehen. Schließlich muss sie ja wissen, wer irgendwann einmal ihre Güter erben wird – besonders, weil ihre Nichte frisch vermählt und der Gemahl Hedwig noch gar nicht bekannt ist. Blöd nur, dass der fesche Ehegatte Matthias (Erik Ahlenstorf) auf Geschäftsreise ist, was die Suche nach einem würdigen Ersatz auf Zeit auslöst. Die Wahl fällt am Ende auf den etwas minderbemittelten Lümi (Heiko Fresen). Gut für das Publikum, denn das sichert viele Pointen und Lacher, weil Dank des liebenswerten Hausfreundes das Chaos erst so richtig in Fahrt kommt. Wer jetzt noch den Überblick behalten will, braucht Nerven wie die sprichwörtlichen Drahtseile.

Etwas Hauptstadt-Flair ist zu spüren, wenn Putzfrau Puschke (Astrid Röben) ihrer frechen Berliner Schnauze freien Lauf lässt und in ihrer direkten Art „nischt verheimlichen kann, wa“. Und wenn die Zuschauer denken, ein Mehr an Verwicklungen und Täuschungsmanövern geht nicht mehr, taucht plötzlich noch Dr. Grützner (Bärbel Rosebrock) auf und sucht in der Dachgeschosswohnung ihre abhanden gekommene Kuh. Bei der Rolle bewies das Ensemble seine Flexibilität und änderte kurzerhand den Arzt zur Ärztin, weil sonst die Besetzung nicht gepasst hätte. Die Komödie in drei Akten von Wolfgang Binder hatte die fünfköpfige Casting-Gruppe schnell ausgewählt. „Nachdem es alle im Sommer gelesen hatten, herrschte große Einigkeit, dass es das Stück in diesem Jahr sein soll“, sagte Abteilungsleiter Jens Högermeyer. Den Feinschliff bekommen die Schauspieler derzeit vom Regisseur bei den wichtigen Bühnenproben. „Bei diesem Stück sind die Wechsel ganz wichtig, weil die Zuschauer verstehen müssen, wer mit wem wann verwechselt wird“, so Siemund-Scheffelmeier. Deswegen geben die Schauspieler wieder ihr Bestes, um das große Stammpublikum erneut für ihr Bühnenspiel zu begeistern. Weiter wirken auf der Bühne noch mit Eva Dörk, Maren Bischoff, Harald Entelmann, Uwe Wamsiedl-Thoden und Klaus Tietjen. Im Hintergrund sorgen Thomas Holzkamm, Andreas Dörk, Joachim Steblow, Dorothee Heinze, Tobias Cordes, Monika Strube, Jessika Blaszkiewicz und die Souffleuse Gitta Krause für einen reibungslosen Ablauf. Erstmals gibt es für die Seniorenvorpremiere am Samstag, 27. Oktober, um 15 Uhr einen Shuttleservice des Sottrumer Bürgerbusses. Damit der Verein planen kann, bitten die Organisatoren um Anmeldung für die Sonderfahrten unter Telefon 04264/8340. Wer wissen will, wie die Geschichte mit der Erbtante ausgeht und wer den großen Batzen letztendlich erben wird, muss entweder zur Premiere am Samstag, 27.10., oder zu weiteren Aufführungen am 28.10., 2.11., 3.11. und 4.11. um jeweils 19.30 Uhr kommen. Der Kartenvorverkauf im Gasthaus Röhrs ist bereits gestartet.

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