Taaken proklamiert Majestäten

König Kipps Kette

Das neue Königshaus des Taakener Schützenvereins Foto: Wilfried Adelmann
 ©Wilfried Adelmann

Taaken (wa). „Schützen angetreten, stillgestanden, rührt euch!“: So fangen die meisten Proklamierungen der ansässigen Schützenvereine an. Und so auch in Taaken. Kommandeur Uwe Surkau ließ Frauen und Männer antreten, es wurde noch die schmucke Fahne geholt und schon ging es los, um mit der grünen Vereinsflagge vorweg eine kleine Runde zu drehen, und dann in der Schützenhalle zu verschwinden. Zur Proklamierung der neuen Majestäten. So läuft das seit 1907 – also schon 111 Jahre lang. Damit ist der Schützenverein Taaken der älteste Schießsportverein in der Umgebung. Dies wurde an diesem Tag nicht an die große Glocke gehängt, aber man merkte, dass einige Mitglieder doch ziemlich stolz auf ihren Verein sind.

Fotostrecke

Schützenfest Taaken

„Wir sind froh, dass die Hälfte der Mitglieder am Königsschießen teilgenommen hat“, so der Kommandeur. „31 Schützen haben auf die Scheibe geschossen.“ Anders als in anderen Vereinen gibt es kein Problem damit, einen König zu finden. Im Gegenteil: Der Einsatz der Mitglieder geht so weit, dass sie ein neues Wettbewerbsformat entwickelt hatten: das „Adleraugenschießen“, bei dem Dreier-Gruppen, die nicht im Verein sind, um Grillpakete schießen können. Der eine oder andere Teilnehmerentscheide sich vielleicht, dem Verein beizutreten, so der Gedanke hinter dem Wettbewerb.

In der Schützenhalle machten es Vereinsvorstand Hartwig Holsten und der Kommandeur spannend. Nachdem Marianne Eckhoff zum Hauptfeldwebel und Andre Bischof zum Obergefreiten befördert worden waren, ging es los mit der Preisverteilung. Holsten betonte, dass die Mitglieder sehr gut geschossen hatten. Surkau stolzierte dann in seiner humorvollen Art an den aufgestellten Schützen vorbei und bot die Königskette feil. Da sich aber keiner bereit fand, die Kette freiwillig zu übernehmen, wurde der beste Schütze, der Schützenkönig von Taaken, nun offiziell proklamiert: Herbert Kipp. Der 68-Jährige freute sich unbändig, gab aber seine Überraschung freimütig zu. Er habe zwar gewinnen wollen, aber die Sehschwäche auf einem Auge hatte ihn zweifeln lassen, ob er die Königswürde, wie schon einmal 2005, wieder erringen würde. Doch es gelang. Und so lud Kipp gleich alle Gäste zum Umtrunk und zum Königsball ein, der am Abend alle Dorfmitglieder zusammen kommen lassen sollte – „denn es soll nicht nur ein Schützenfest, sondern auch ein Volksfest für alle Taakener sein“, so Surkau.

16.10.2018

Erntefest Jeersdorf

16.10.2018

Erntefest Wohlsdorf

16.10.2018

Erntefest Helvesiek

16.10.2018

Fußballschule in Scheeßel