Sottrumer Grüne starten mit grüner Bank in den Wahlkampf

Ein Sitzplatz für Weltretter

Ein Platz im Grünen sozusagen: Wer mag, darf sich setzen und mit den Grünen austauschen.
 ©Andreas Schultz

Sottrum (as). „Welt retten? Geht am besten mit uns“, steht auf dem Flyer der Grünen, der demnächst zur Kandidatenwerbung in die Briefkästen der Samtgemeindebewohner flattert. Eine Einstiegsmöglichkeit, um selbst „Weltretter“ zu werden bietet die grüne Bank. „Das ist unser Angebot an die Menschen der Samtgemeinde, miteinander und mit den Grünen ins Gespräch zu kommen. So können sie ihre Ideen einbringen, um die Lebensqualität vor Ort zu optimieren“, erklärt Grünen-Ratsfrau Heike Stäcker.

In gewisser Weise hat die Idee zur Aktion geschichtlichen Ursprung. „Früher war es gang und gäbe, eine Bank vor dem Haus zu haben, sich nach getaner Arbeit dort zu setzen, auf den Nachbarn zu warten und ins Gespräch zu kommen“, ruft Lühr Klee ins Gedächtnis. Einen ähnlichen Effekt soll das Möbelstück bei verschiedenen Terminen in den nächsten Wochen auf die Einwohner der Samtgemeinde haben. „Jeder kann dort seine Ziele formulieren“, sagt Stäcker. Und das gilt nicht nur für das Zwiegespräch auf der Bank, sondern auch in der Vorbereitung auf den Wahlkampf. Wer möchte, kann am Wahlprogramm mitwirken und sich sogar für die Liste der Partei aufstellen lassen. „Wer dabei sein möchte, um sich für eine Sache stark zu machen, muss nicht unbedingt Mitglied bei den Grünen sein“, so Stäcker. Ganz besonders würde sich der Verband über neue Mitstreiter aus Bötersen und Hellwege freuen. Dort hatte die Partei zu Beginn der Legislaturperiode theoretisch die Möglichkeit, Sitze zu füllen – aber kein Personal vor Ort, um das zu tun.

Viele Menschen in Sottrum seien mit der Politik auf Europa-, Bundes- und Landesebene unzufrieden, meint Klee. „Dabei wird sie vor Ort umgesetzt. In der Lokalpolitik kann man viel bewegen. Die Menschen sollten ihre Handlungsfähigkeit nutzen“, so sein Aufruf. Und Ratsarbeit lasse sich auch bequem an die eigenen Bedürfnisse anpassen, fügt Dieter Szczesny hinzu. „Wichtig ist, dass man sich bei uns mit grüner Politik identifizieren kann. Es geht also nicht nur um Gemeindearbeit“.

Im Fokus dieser grünen Politik stehen nach Auskunft des Ortsvereins unter anderem sauberes Trinkwasser, Mobilität auf dem Lande, Naturschutz – und im Zuge der Jugendpolitik auch Themen wie freies W-Lan. „Daran wollen wir gern mit vielen neuen Gesichtern arbeiten. Wir sind eine nette Truppe und es macht Spaß, gemeinsam neue Impulse zu setzen“, sagt Stäcker. Weitere Informationen finden die Bewohner der Samtgemeinde demächst in ihrem Briefkasten, denn die Grünen lassen für ihre Kandidatensuche Flyer verteilen.

Der erste Termin für die Begegnung auf der grünen Bank ist Samstag, 22. April, vor dem Sottrumer Edeka.

Autor

Andreas Schultz Andreas Schultz
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