Schützenverein erinnert an Fest

Seit Weltkrieg erstmals ohne

Wortwörtlich im "kleinen Kreis": Der Schützenverein Eversen ließ die Majestäten hochleben.
 ©Verein

Eversen (r/as). Das dürften wohl die wenigsten Bewohner des Ortes zuvor erlebt haben: Das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg muss Eversen ohne Schützenfest auskommen. Der Schützenverein wollte das Schützenjahr allerdings nicht ganz ohne Festakt vergehen lassen, also trafen sich am ursprünglichen Festsamstag ein paar von ihnen mit einer kleinen Gruppe des Jungen Orchesters Auenland (JOA) Express, um die amtierende Königin Birute Niemöller hochleben zu lassen.

„Alles im Rahmen der Hygiene- und Abstandsregelungen“, betonte der Verein in seiner Pressemeldung. Und da liegt auch der Grund für die ausgefallene Feier: „Aufgrund der Corona-Verordnung darf erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg kein Schützenfest stattfinden. Seit Dezember 2015 als Weltkulturerbe von der Unesco ausgezeichnet hat das Schützenwesen in vielen Orten einen noch höheren Stellenwert. Es ist ein wichtiger, historisch gewachsener und lebendiger Teil der regionalen oder lokalen Identität und würdigt damit die große Anzahl von Bräuchen und Traditionen, die meist in Vereinen gepflegt werden. Um dieser Tradition nun dennoch gerecht zu werden, haben ein paar Schützen am Schießstand und im Ortskern den traditionellen Festschmuck angebracht“, erklären die Everser Schießsportler. Die Fahrt durch das doch ein wenig geschmückte Dorf habe viele Dorfbewohner an das Schützenfest erinnert, sind sie sich sicher.

„Der Vorstand freut sich, dass die Schützenkönigin Birute Niemöller und die Jugendkönigin Patrizia Hogrefe ihre Ämter bis zum nächsten Schützenfest weiterführen und den Verein weiterhin repräsentieren“, heißt es in der Pressemeldung weiter.

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Andreas Schultz Andreas Schultz
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