Rundfahrt in der Gemeinde Bötersen

Sightseeing durch die Felder

Die Feldrundfahrt führt dieses Mal durch die Gemeinde Bötersen. Foto: Diercks
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Bötersen – Mehr als 120 Interessierte haben sich vor Kurzem zur Feldrundfahrt in Bötersen getroffen. Eingeladen hatte der Landwirtschaftliche Verein Rotenburg-Sottrum. Ortsvertrauensmann Hermann-Christian Solte hatte gemeinsam mit den örtlichen Landwirten die Route ausgearbeitet.

Sie gestaltete sich wie eine Sightseeing-Tour durch die Gemarkung von Bötersen, Jeerhof und Höperhöfen, da es nicht nur um derzeitige Eigentumsverhältnisse ging. Gäste und Berufskollegen erfuhren Zusammenhänge der landwirtschaftlichen Betriebe, wer woher stammt, wer noch wirtschaftet oder seine Betriebe umgenutzt hat oder eventuell umgesiedelt ist. 16 Höfe gibt es in den drei Ortschaften, nicht alle sind noch Vollbetriebe oder überhaupt landwirtschaftlich tätig.

Hermann Holsten, früherer Bürgermeister von Bötersen, berichtete, dass nur einer der 16 Eigentümer auf sein Höferecht verzichtet habe. Dabei geht es für die Kommune um den Gesamtemissionswert im Ort, von dem wiederum Bautätigkeiten wie beispielsweise das Ausweisen von Neubaugebieten abhängt. „Das ist kontraproduktiv für die Dorfentwicklung“, sagte Holsten über das Festhalten am Höferecht, wenn Hofstellen nicht mehr landwirtschaftlich genutzt würden. In Bötersen gibt es vier Vollerwerbsbetriebe, in Jeerhof zwei und Höperhöfen einen.

Wie in Ahausen, soll laut Holsten auch in Bötersen eine Photovoltaikanlage in der Gemarkung enstehen. Auf 40 bis 80 Hektar, so der Alt-Bürgermeister und Landwirt. Das Vorhaben, das auf Ackerflächen Richtung Mulmshorn entstehen soll, sei allerdings verschoben worden. „Jagdlich ist das Projekt eine glatte Sechs“, sagte Holsten und erntete viel Zustimmung auf „seinem“ Anhänger.

Auf den insgesamt 1 300 Hektar der Gemeinden wächst in diesem Jahr vor allem Mais (54 Prozent), gefolgt von Zuckerrüben für Biogas, aber auch für den Zuckerhersteller Nordzucker (Standort Uelzen). Erstmalig in der Gemarkung ist ein Versuch mit Sojabohnen zu finden. Auf neun Hektar baut der Ahauser Betrieb Blanck dort die Hülsenfrucht an. Ebenfalls eher selten zu finden, in diesem Jahr aber in Bötersen: Saatgutvermehrung von Getreide, in diesem Fall von Sommergerste (Betrieb Hans-Werner und Stefan Klee). Der Betrieb bewirtschaftet 86 Hektar und hält 90 Milchkühe, die im 18er Fischgrät-Melkstand gemolken werden. Solte hat 300 Hektar und 300 Milchkühe in drei Boxenlaufställen am Start.  bd

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