Reeßumer Rat zu Baugebiet, Straßensanierung und mehr - Von Matthias Daus

Beschlüsse und Vertagtes

Auch die notwendigen Sanierungsmaßnahmen der Straße "Hinter den Teilen" mussten erst einmal auf Eis gelegt werden.
 ©Matthias Daus

Reeßum. Eine gut gefüllte Tagesordnung und einige Diskussionen sorgten beim Reeßumer Gemeinderat für eine Sitzung der etwas längeren Art. Die möglichen Gestaltungen des zukünftigen Baugebiets „Maschland II“ in Reeßum und Richtlinien zur Vergabe der Grundstücke waren unter anderem Thema.

Die kleineren Gemeinden sind angehalten, Bauland in erster Linie für die eigene Bedarfsdeckung auszuweisen. Das gilt auch für „Maschland II“, das neue Baugebiet in Reeßum, das derzeit in einer frühen Planungsphase steckt. Während der letzten Sitzung des Gemeinderates vor der Sommerpause wurden daher die Richtlinien zur Grundstücksvergabe vorgestellt. Um eine Reihenfolge der Bewerber bei einer Anfrage, die das Angebot an Grundstücken übersteigt, festlegen zu können, wurde ein Punktesystem entwickelt. So erhält man beispielsweise 30 Punkte, wenn man in der Gemeinde Reeßum lebt, oder 10 Punkte für eine Mitgliedschaft in einem Verein oder einer Feuerwehr in der Gemeinde. Vorstandsarbeit wird hierbei mit 15 Punkten berücksichtigt. Zusätzlich werden auch in weiteren Kategorien Punkte vergeben, sodass man zusammengefasst sagen kann, wer ein Grundstück erwerben möchte, hat eigentlich nur dann Chancen, wenn er aus der Gemeinde Reeßum stammt, oder auf andere Art mit der Gemeinde verbunden ist. Trotzdem wolle man sich vorbehalten, in Ausnahmefällen sich einer freieren Vergabe einzelner Grundstücke zu öffnen.
Außerdem wurden erste mögliche Planungen für die Aufteilung der Grundstücke im Baugebiet vorgestellt. „Wir sind aber noch in einer sehr frühen Phase der Planung“, bemerkte Ratsmitglied Julian Loh. Weshalb man noch über planerische Details reden könne. Als Grundlage wurden einige mögliche Lagepläne präsentiert. Ein Beschluss über die endgültige Ausführung wurde auf spätere Sitzungen verschoben.
Für die Straßensanierungsmaßnahmen in der Gemeinde Reeßum wurden 80.000 Euro in den Haushalt für dieses Jahr eingestellt. Zwei Maßnahmen sollten durchgeführt werden, wobei allein schon die Sanierung der Straße „Hinter den Teilen“ in Reeßum den Kostenrahmen leicht überstieg. Zusammen mit der Sanierung „Am Walde“ in Reeßum würden für die Durchführung rund 126.000 Euro benötigt. Ähnlich sieht es beim Thema Straßenbeleuchtung in der Gemeinde aus. Der Bedarf für sechs Bereiche in der Gemeinde liegt bei knapp 68.000 Euro. Geplant im Haushalt waren lediglich 35.000 Euro. Augenscheinlich ist nicht alles umsetzbar, weswegen eine Reihenfolge der angedachten Maßnahmen besprochen werden sollte. Bei den Beratungen darüber kam es schon zu großen Differenzen, bevor der eigentliche Sachverhalt richtig erörtert werden konnte. Schließlich sah Bürgermeister Marco Körner keine Grundlage für fruchtbare Gespräche und nahm diesen Punkt ergebnislos von der Tagesordnung. In späteren Sitzungen soll erneut darüber beraten werden, wie man vorgehen wolle.
In Taaken wird es zukünftig Tempo-30-Zonen geben. Prinzipiell gilt dies für sogenannte Anliegerstraßen. Was bei Ratsmitglied Jürgen Worthmann zu einer leichten Irritierung führte, weil die Anzahl der davon betroffenen Straßen im Vorfeld so nicht ersichtlich gewesen sei. Allerdings entstünden der Gemeinde lediglich die Kosten für die Beschilderung, weshalb dieser Punkt nicht ausgiebig diskutiert wurde.
Was bei der Vorstellung der neuen Schnittstellenoptimierung mit der Samtgemeinde komplett anders war. Dabei handelt es sich darum, dass die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden entlastet werden sollen und die Samtgemeinde dafür einige Aufgaben übernehmen wird. Das Konzept dahinter wurde von Kerstin Wendt von der Samtgemeindeverwaltung auf der Ratssitzung vorgestellt. Im Lauf der Jahre sei die Belastung der Bürgermeister stetig angestiegen und vor allem der bürokratische Aufwand sei parallel zu einem normalen Berufsleben auf ehrenamtlicher Ebene kaum mehr zu stemmen. Das Konzept soll diese Schieflage richten. Und auch wenn es an diesem Abend nur eine Vorstellung der angedachten Maßnahmen war, nahm Ratsherr Herbert Cordes Anstoß daran, dass sich dahinter ein großer Kostenaufwand in Form einer Samtgemeindeumlage verbergen würde. Außerdem sah er es als einen ersten Schritt von der Samtgemeinde zur Einheitsgemeinde an.
Für die Dachsanierung beim Spielkreis Taaken waren im Haushalt der Gemeinde Reeßum 110.000 Euro vorgesehen. Die Vergabe der Arbeiten erfolgte an die Firma Bischoff aus Sottrum und mit 98.000 Euro sei man weit unter den geplanten Kosten geblieben. Das Rechnungsprüfungsamt wird nun noch prüfen, ob dieses Angebot realistisch durchgeführt werden kann. „Das ist bei derlei Unterschieden ein normaler Vorgang, aber ich bin mir sicher, dass das Angebot der Prüfung standhalten wird“, sagte Marco Körner. Einer Ausführung der Arbeiten stünde dann nichts mehr im Wege.

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