Rat bespricht Bebauungsplan / Schlobohm kritisiert Entwässerung

„Ich habe kein Vertrauen mehr“

Aus der landwirtschaftlichen Fläche an der Nartumer Straße wird bald ein Baugebiet. Der Rat in Horstedt fasste dafür den Beschluss zum Bebauungsplanentwurf.
 ©Andreas Schultz

Horstedt (as). Das Baugebiet „Bei den Doren“ in Horstedt ist wieder ein Stück greifbarer geworden. Der Rat der Gemeinde hat kürzlich „die frühzeitige Beteiligung abgehakt“, wie Bürgermeister Michael Schröck (SPD) es während der Ratssitzung formulierte. Das Gremium wertete die Eingaben von Trägern öffentlicher Belange aus und beschäftigte sich mit Hinweisen aus der öffentlichen Anliegerversammlung. Verwirrung gab es in Bezug auf die Entwässerungsplanung.

Planer Udo Lohreit vom Büro Instara in Bremen brachte die Ratsmitglieder auf den neuesten Stand und stellte den Entwurf des Bebauungsplans vor. Er zeigte, dass sich die städtebäuliche Ideenskizze, mit der die Gemeinde in die frühzeitige Beteiligung gegangen war, sich im Entwurf nicht grundlegend verändert hatte.

Einen Reibungspunkt bot seine Anmerkung, dass es vorgesehen sei, die Oberflächenentwässerung über die Grundstücke vorzunehmen. Das rief Gemeinderatsmitglied Jürgen Schlobohm (WFB) auf den Plan, der mit dieser Art der Entwässerung überhaupt nicht einverstanden war: „Was Sie da sagen, ist nicht korrekt. Wir haben wenige Meter unter der Erde eine Schicht aus Geschiebelehm. Das kann nicht funktionieren.“ Zudem sei der Kanal der Nartumer Straße bereits jetzt stark ausgelastet. „Wenn wir da jetzt noch 25 Häuser und Grundstücke anschließen, platzt uns da was.“ Sein Redebeitrag gipfelte in der Feststellung: „So langsam habe ich kein Vertrauen mehr in Ihren Verein.“ Der Planer reagierte gelassen und klärte darüber auf, dass die die Entwässerungsfrage in einen folgenden Schritt des Verfahrens gehört. „Ich will mich nicht aus der Verantwortung stehlen, aber dafür ist der Erschließungsplaner zuständig.“ Außerdem sei es in der Satzung der Samtgemeinde so vorgesehen, dass Niederschlag immer zunächst einmal über die Grunstücke versickern muss. „Das mag paradox klingen“, gab Lohreit zu, „aber das ist so festgeschrieben, auch wenn es nur eingeschränkt möglich ist.“ Schröck bat den WFB-Politiker schließlich, sich an der Entwässerungssplanung zu beteiligen.

Den Bebauungsplan legte der Rat dann wie folgt fest: Vorgesehen ist eine offene Bauweise mit einem Vollgeschoss pro Haus. Vom Baugrundstück dürfen maximal 40 Prozent „versiegelt“, also bebaut werden. Die maximale Firsthöhe beträgt 8,5 Meter. Die Straßenfläche wird inklusive Straßengrün sieben Meter breit. Bei der Ringerschließung ist es geblieben, eine Verbindung an die bestehende Siedlung im Südwesten für Fußgänger und Radfahrer soll errichtet werden. Nicht störende Gewerbebetriebe, beispielsweise Friseur-Salons oder Tante-Emma-Läden, sind für das Gebiet zugelassen. Die Mindestgröße für Baugrundstücke beträgt bei Einzelhäusern 600 Quadratmeter, bei Doppelhäusern 500 je Haushälfte.

Mit Gegenstimme von Schlobohm votierte der Rat für diese Festsetzungen. Ansonsten fügten die Ratsmitglieder noch die Vorgabe ein, dass jede Wohneinheit zwei Auto-Stellplätze vorhalten muss. Nach kurzer Diskussion einigten sie sich zudem auf eine Traufhöhe von 3,8 Meter, um den Bau von sogenannten „Stadtvillen“ zu unterbinden, die optisch nicht ins Gebiet passen würden.

Autor

Andreas  Schultz Andreas Schultz
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 andreas.schultz@rotenburger-rundschau.de

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07.04.2017

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