Pizza löst Feuerwehreinsatz aus

Schwarze Kruste, fliegendes Blech

Rotenburger Rundschau
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Sottrum (r/as). „Nächtlicher Appetit und eine vergessene Pizza waren der Auslöser für eine massive Verrauchung der Wohnung“, stellt Feuerwehrpressesprecher Erik Robin nüchtern fest. Das italienische Gericht war Grundlage eines Küchenbrands, der in der Nacht zum Samstag 64 Feuerwehrleute, zwei Rettungswagen des Landkreises, einen Notarzt und die Polizei Rotenburg auf den Plan rief.

Alles begann damit, dass Rauchmelder in einer Wohnung in der Rotenburger Straße in Sottrum Nachbarn aus dem Schlaf gerissen hatten. Nachdem diese auch noch einen Brandgeruch aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss wahrnahmen, alarmierten sie die Rettungsleitstelle in Zeven. Der Alarm riss schließlich gegen 2.45 Uhr die Brandschützer der Feuerwehren aus Sottrum, Clüversborstel, Hassendorf, Stuckenborstel, Reeßum und Rotenburg aus den Betten. Als die ersten Kräfte nur wenige Minuten später vor Ort eintrafen, befanden sich die anderen zehn Bewohner des dreigeschossigen Hauses, davon vier Kinder, bereits vor der Tür. Lediglich aus der betreffenden Wohnung war noch niemand geflohen.
Die Feuerwehr sah Menschenleben in Gefahr. Kurzerhand öffneten die Einsatzkräfte die Wohnungstür gewaltsam und nun kamen ihnen auch die beiden Bewohner entgegen. Äußerlich unverletzt wurden beide einer medizinischen Untersuchung in einem Rettungswagen unterzogen. Der Feuerwehr oblag es währenddessen, das Backblech aus der Küche durch ein geöffnetes Fenster entsorgen.
Die Rotenburger Feuerwehr war mit der Drehleiter am Einsatzort. Da sich die große Mehrheit der Bewohner bereits vor dem Haus befand und die Tür früh geöffnet werden konnte, sei dem Einsatzleiter schnell klar gewesen, dass es nicht zu einem Außenangriff kommen würde. „Darum erhielt die Feuerwehr Rotenburg zeitig den Befehl zum Einsatzabbruch und Abspannen“, erklärt Robin.
Nachdem die Gefahrenquelle beseitigt war, konnten die Einsatzkräfte nach und nach den Ort des Geschehens wieder verlassen. Die Feuerwehr suchte noch mit einer Wärmebildkamera nach verdeckten Glutstellen und entrauchte das Gebäude mit einem Druckbelüfter.
„Dass Rauchmelder Menschenleben retten können, gilt als Binsenweisheit. In diesem Fall aber bewahrheitete sich das eindrucksvoll. Die Lage hätte wesentlich schlechter enden können, wenn die Alarmierung durch die Nachbarn nicht so schnell erfolgt wäre“, schätzt der Feuerwehrpressesprecher.
Um 3.21 Uhr verließen die letzten Feuerwehrleute das Haus in der Rotenburger Straße und beendeten den Einsatz.

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Andreas Schultz Andreas Schultz
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