Neue Lebensmittelausgabe hat vor dem Start noch viel zu erledigen - VON ANTJE HOLSTEN-KÖRNER

Helfer machen Tafel flott

Viele Hände, schnelles Ende: So ist auch die Arbeit vor der neuen Lebensmittelausgabe an der Alten Dorfstraße schnell erledigt.
 ©Diercks

Sottrum – Jetzt können die Handwerker anrücken. Nicht einmal 2,5 Stunden haben rund zwei Dutzend Ehrenamtliche gebraucht, um das ehemalige Floristik-Ladenlokal an der Alten Dorfstraße in Sottrum für die neue Tafel-Lebensmittelausgabe zu entkernen. „Wir sind überwältigt“, freuen sich Nicole Weinberger und Manja Nagel über den erfolgreichen Arbeitseinsatz. Dabei sah es vor einigen Tagen noch danach aus, dass Tapeten entfernen, Bad putzen, Tresen ausbauen und die vielen weiteren Arbeiten – auch Unkraut jäten und Laub harken rund um das Gebäude – deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen würden. Durch die vielen engagierten Helfer konnte jedoch schnell Vollzug gemeldet werden.

Die Jüngste unter ihnen war die neunjährige Sofia. „Ich habe Tapeten abgerissen“, erzählt die Schülerin. „Und sie war überall dort, wo sie gebraucht wurde“, ergänzt Manja Nagel. Dankbar waren Weinberger und Nagel ebenfalls der Bäckerei Holste und Fischers Bauerndiele, die Butterkuchen und Getränke für den Arbeitseinsatz zur Verfügung gestellt haben. „Zusätzlich hatten wir am Vorabend von einer jungen Dame weitere Getränke erhalten, die selbst keine Zeit für die Aktion hatte, gerne aber einen Teil dazu beitragen wollte“, so Weinberger. Überhaupt sind die beiden über das Interesse an einer Tafel-Mitarbeit sehr angetan, denn inzwischen stehen 36 Ehrenamtliche, die den Aufrufen in der Zeitung und den sozialen Medien gefolgt sind, auf der Liste.

Wenn es nach ihrem Wunsch geht, sollte die Lebensmittelausgabestelle, die als Zweigstelle der Tafel Rotenburg geführt wird, noch vor Weihnachten den Betrieb aufnehmen. „Dafür müssen aber alle Gewerke wie Tischler, Maler, Fliesenleger, Elektriker und Steinsetzer Hand in Hand arbeiten“, sagt Weinberger.

Auch für die Initiatorinnen gibt es noch alle Hände voll zu tun. So soll noch im November der Bedarf in Sottrum ermittelt werden. Dafür wird die Lebensmittelausgabe am 24. und 25. November jeweils von 14 bis 18 Uhr und am 26. November von 10 bis 14 Uhr geöffnet sein. „Wir werden dann die erforderlichen Ausweise ausstellen“, berichtet Weinberger und verrät: „Für alle Kinder gibt es dann eine kleine Überraschung.“

Auch der Kontakt zu den Supermärkten und Discountern in der Umgebung, die Lebensmittel zur Verfügung stellen könnten, muss noch hergestellt werden. „Wir sind in Visselhövede eingeladen, um uns dort den Ablauf anzuschauen“, freut sich Manja Nagel über die gute Zusammenarbeit. Nagel und ihre Mitstreiter denken über eine Kooperation mit einer anderen Lebensmittelausgabe nach, denn für eine Kleiderkammer ist in den neuen Räumen in Sottrum nicht ausreichend Platz.

Für einen reibungslosen Betrieb fehlt auch noch eine Transportmöglichkeit für die Lebensmittelspenden, denn der Kastenwagen der im vergangenen Jahr aufgelösten Lebensmittelausgabestelle an der Bremer Straße wurde von Visselhövede übernommen. „Wir stehen zwar nicht mit leeren Händen da, denn es ist Geld vorhanden, aber die Mittel sind natürlich begrenzt“, betont Nicole Weinberger.

Angeschafft werden müssen ebenfalls Kühl- und Gefrierschränke. Die benötigten Geräte werden gerne als Spenden angenommen, aber: „bei Gebrauchtgeräten dürfen wir den Energieverbrauch nicht aus den Augen verlieren“, betont die 37-Jährige, die inzwischen zum Vorstand der Rotenburger Tafel gehört.

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