Nach Aufforstung: Landkreis gibt der Natur ein Stück Gelände zurück

Wald wird wieder wilder

Siegfried Gässler vor dem Waldstück, der der Natur wieder zurückgeben wurde, mit dem abgebauten Zaun.
 ©Tobias Woelki

Stuckenborstel (woe). Zeit und Zusammenarbeit können ganz wesentliche Faktoren sein, wenn es darum geht, der Natur zu helfen, sich von ausgewöhnlichen Ereignissen zu erholen. Davon kann Siegfried Gässler berichten, dem Waldflächen am westlichen Ortsrand von Stuckenborstel gehören: Vor mehr als zehn Jahren zerstörten der Borkenkäfer und Windrosen den Nadelholzbestand zum großen Teil. Dank Ausgleichsmaßnahmen als Auflage der Verbreiterung der Autobahnauffahrt Stuckenborstel im Jahr 2008 hat sich ein Bereich seiner Waldflächen wieder gut erholt.

„Die Maßnahme hat die Naturschutzbehörde des Landkreises begleitet. Damals habe ich meine Flächen zur Verfügung gestellt, unter der Voraussetzung, dass ich Eigentümer bleibe. Darauf haben sich der Landkreis, die Betreibergesellschaft der Autobahn, die den Ausbau der Autobahnauffahrt beauftragte und ich auf die Maßnahmen verständigt“, sagt Gässler.

Er erinnert sich: „Bereits zwei Jahre vor dem Ausbau der Autobahnzufahrt trat das Forstamt auf mich zu, ob ich die vom Borkenkäfer befallene Waldfläche für Ausgleichsmaßnahmen zur Verfügung stellen würde. Das habe ich natürlich begrüßt, zumal ich im Bereich der Autobahnzufahrt ein Ameisenvolk entdeckt habe und vor Beginn der Baumaßnahme das Ameisenvolk in meinem Wald umgesiedelt habe. Inzwischen habe ich insgesamt mehr als zehn Ameisenvölker gezählt.“

Zeitnah nach dem Ausbau der Autobahnzufahrt ließ der Landkreis den gesamten Nadelholzbestand in einem Teil roden. „Als Ersatzmaßnahme pflanzte der Landkreis heimische Laubgehölze an mit dem Ziel einen Mischwald wieder aufzuforsten, der gegen Wind und den Borkenkäfer unempfindlich ist. Den Bereich ließ der Landkreis mit Draht einzäunen, um die jungen Pflanzen vor Wildverbiss zu bewahren. Der Bereich hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Und in diesem Jahr hat der Landkreis den Draht entfernt und das Waldstück der Natur zu überlassen“, strahlt Gässler und schiebt nach: „Das Projekt ist ein Paradebeispiel vorbildlichen Naturschutzes und, dass die Behörden Wort gehalten haben.“

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