Lions-Club unterstützt Flüchtlingsunterricht

Hilfe für die Helfer

Die Mitglieder des Arbeitskreises Asyl freuen sich über die Spende der Lions. Mit den 300 Euro, die Hans-Jürgen Krahn dem Kreis symbolisch überließ, werden Unterrichtsmittel für die Flüchtlinge angeschafft.
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Sottrum (r/as). Schon zum dritten Mal veranstaltete der Arbeitskreis Asyl in Sottrum einen geselligen Nachmittag mit Kaffee, Kuchen und gemeinsamen Spielen für die in Sottrum gelandeten Flüchtlinge.

Einmal im Monat bereiten Bettina Bernhardt, Frauke Meyer, Christine Frehr und ihre Helferinnen, abwechselnd in den Räumen der St.-Georg- und der Zions-Gemeinde, ein Willkommenscafé vor und ernten dabei immer mehr Zuspruch für diese fröhliche Treffen, bei denen die fremdländischen Gäste stolz ihre wachsenden Deutschkenntnisse anwenden können.

Auch die Trommeleinlage der Besucher von der Elfenbeinküste und gemeinsames Klatschen und Singen gehören mittlerweile zum festen Bestandteil der Veranstaltung. „Eine solche ehrenamtliche Willkommenskultur hilft, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen, weckt Verständnis für Probleme und stärkt ein gemeinsames Bürgerverständnis der Sottrumer“, heißt es von dem Team, das die Treffen organisitert. Immer neue Ideen zur Integration werden vor Ort ausgelotet: So kamen die Konfirmanden des Kirchenkreises beispielsweise auf die Idee, Kinder aus den angekommenen Familien in ihren Kinderzirkus „Smarties“ einzubeziehen.

Schon bevor diesmal die ersten Gäste bei dem Internationalen Treff zur Tür eintraten und der Kaffee noch in der Maschine blubberte, überreichte Hans-Jürgen Krahn im Namen des Lions-Club den ehrenamtlichen Deutschlehrerinnen vom Arbeitskreis (AK) Asyl einen symbolischen Scheck für ihre Arbeit. Die Lions hatten bei ihrem weihnachtlichen Bücherflohmarkt in der St.-Georg-Kirche Geld für soziale Zwecke gesammelt und sich spontan entschlossen, 300 Euro davon dem AK zur Verfügung zu stellen.

Elisabeth Steinkamp, Friederike Paar, Christiane Cordes, Cathérine Szczesny, Anette Römer und Patricia Tegeler-Winde von der Gruppe Deutschunterricht waren glücklich über den Zuschuss, von dem sie nun Lehrbücher und Hefte beschaffen können, was bisher meist aus eigener Tasche geschehen war. „Deutschunterricht ist wirklich das drängendste Anliegen der Flüchtlinge“, erklären die ehrenamtlichen Deutschlehrerinnen. Sie sind beeindruckt, was die Flüchtlinge auf sich nehmen, um die deutsche Sprache zu lernen. Durch Regen und Wind radeln sie regelmäßig von Sottrum nach Waffensen, um dort mithilfe eines Computerprogramms ihre Deutschkenntnisse zu erweitern – obwohl sie Temperaturen und Wetterbedingungen gewöhnt sind, die sich deutlich von den örtlichen unterscheiden.

Die Treffen des Arbeitskreises Asyl finden regelmäßig an jedem zweiten Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Gemeindehaus der St.-Georg-Kirche statt. Wer an der Mithilfe interessiert ist, ist dazu eingeladen.

Autor

Andreas Schultz Andreas Schultz
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 andreas.schultz@rotenburger-rundschau.de

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