Leserbrief von Hermann Pape

„Klammheimlich“

Sottrum. Zu den gesteigerten Gebühren der Schmutzwasserentsorgung in der Samtgemeinde Sottrum sowie zur Erhöhung der Trinkwassergebühren im Gebiet des Wasserversorgungsverbands (WVV) Rotenburg-Land erreicht die Redaktion ein Leserbrief von Hermann Pape aus Sottrum. Erklärungen zur Kritik bieten der WVV und die Protokolle des Rates (siehe nebenstehenden Text).

Kommunale Gremien und Verwaltungen sollten auch für die Bürgerinnen und Bürger da sein: Dass dem nicht immer so ist, dafür hier ein Beispiel: Nach ein paar Jahren Pause haben der Samtgemeinderat Sottrum und der Wasserversorgungs-Verband Rotenburg-Land für Trinkwasser und für Schmutzwasser drastisch erhöht: Beim Trinkwasser wurde der monatliche Grundpreis von 5,89 Euro gleich auf 6,42 Euro und für den Kubikmeter jeweils um 9 Cent angeho-ben. Bei den Schmutzwassergebühren steigerte die Samtgemeinde den Kubikmeterpreis sogar von 1,77 Euro auf 2,37 Euro. Diese Erhöhungen werden von den Verantwortlichen natürlich als unumgänglich bezeichnet.

Die Erhöhungen gelten also ab dem 1. Januar 2021. Die Wasserzähler, nach denen die alten Gebühren abgerechnet wurden, sind in der Regel aber schon im November abgelesen worden. Dieser Zählerstand sollte also auch maßgebend sein für die neuen Gebühren ab dem neuen Jahr. Also wollte man schon mutig wie die dafür Verantwortlichen nun schon mal sind, die Erhöhungen bereits anteilig ab dem Zahlerablesetag im November/Dezember mit einstecken – offenbar mutig nach der Devise „Der Bürger merkt ja nichts“.

Gegen diese klammheimliche Erhöhung schon ab dem Ablesetag, also lange vor dem 1. Januar, habe ich mich gegenüber der Samtgemeinde und dem Wasserversorgungs-Verband gewehrt. Daraufhin erhielt ich vom Wasserversorgungs-Verband, der bei der Abrechnung zugleich für die Samtgemeinde tätig ist, eine Korrektur der Trinkwasser-Rechnung und des Schmutzwasser-Gebührenbescheids. Für diese Anerkennung meines Widerspruchs danke ich der Verwaltung des Wasserversorgungs-Verbandes ausdrücklich.

Also rate ich entsprechend allen Trinkwasser-Abnehmern und Schmutzwasser-Gebührenpflichtigen, sich ebenso gegen die klammheimlichen Erhöhungen schon ab dem Zählerablesetag rasch zur Wehr zu setzen. Das macht sich preismindernd insbesondere bemerkbar für Wasserabnehmer und -einleiter größerer Mengen. Sie alle müssen aber wissen, für 2020 (zu alten Preisen) ergibt sich eine leichte Mengensteigerung, aber für 2021 wird vom Versorger mit niedrigeren Mengenwerten abgerechnet. Also: Man soll nicht alles akzeptieren was einem „so elegant“ aufgebrummt wird.

Hermann Pape

Sottrum

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