Kreisel am Ortseingang Visselhövedes mit Skulpturen

Stein und Stahl

Die Vertreter der Ortschaften stellen den fertigen Kreisel vor u2013 inklusive der Findlinge, die die einzelnen Ortsteile beigesteuert haben. Foto: Henning Leeske
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Visselhövede (hl). Gemäß dem bekannten Lied von Drafi Deutscher „Marmor, Stein und Eisen bricht“ symbolisiert das neue Kunstwerk auf dem Kreisel an der Bahnhofsstraße den Zusammenhalt in der Stadt Visselhövede und deren Dörfer. Für jeden Ortsteil steht auf der Verkehrsinsel nun ein Findling, der während der letzte Eiszeit seinen Weg von Skandinavien nach Visselhövede gefunden hatte.

Die stählernen Menschen – in Gelb, Grün und Blau gehalten – verkörpern die unterschiedlichen Altersgruppen dler Visselhöveder Bevölkerung. Das wird auch durch die Artefakte der Personen aus Metall verdeutlicht: So lassen sich unter anderem Skateboard und Gehhilfe auf dem Rondell entdecken. So symbolisiert die Kunst zum Einen die Ortschaften und zum Anderen deren Menschen, die bei der Einweihung von den Ortsbürgermeistern und Ortsvorstehern vertreten wurden. Außerdem haben die Mitarbeiter des Bauhofes rund 2.000 Pflanzen bereits gepflanzt, lediglich ein Baum in der Mitte des Kreisels und einiges an Grünpflanzen fehlen noch.

Bei der Inspiration für die Figuren hatte sich der Künstler Heiner Kemna aus Hiddingen an den Ideen der Bürger orientiert – „so gesehen ein Kunstwerk von den Bürgern für die Bürger“, hieß es bei der offiziellen Fertigstellung. Ein Wörtchen hatte dabei auch das Straßenbauamt in Verden mitzureden. Ursprünglich sahen die Entwürfe eine vierte stählerne Personengruppe vor, die der Künstler dann allerdings aufgrund von Sicherheitsvorschriften wieder aus dem Konzept streichen musste. Die Schwitscher Firma Bressel & Lade stiftete die pulverbeschichteten Stahlelemente, die nun auch so angeordnet sind, dass das Unfallrisiko für die Verkehrsteilnehmer minimiert ist.

Damit dieses Eisen eben nie brechen könne, wählte der Stifter einen besonders dicken Stahl, um den Einwohnern über Jahrzehnte Gesprächsstoff über die Kunst im öffentlichen Raum zu liefern. Denn über Geschmack lässt sich bekanntlch streiten, was die Kommunalpolitiker den Visselhövedern auch offen zugestehen. Ob es die Visselhöveder nun schön finden, sei schließlich jedem Einwohner selber überlassen. „Die Diskussion ist eröffnet“, hieß es.

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