Heimatverein weiht Europäisches Heimat- und Kulturhaus ein - VON ANTJE HOLSTEN-KÖRNER

Ein Haus der Freundschaft

Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg (v.l.), Christophe Miqueu (Sauveterre-De-Guyenne), Marcin Filoda (Lubasz) und Sottrums Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn schneiden gemeinsam das Band durch. Fotos: Holsten-Körner
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Sottrum – Die Ehrengäste gaben sich die Klinke in die Hand, um an der offiziellen Einweihung des Europäischen Kultur- und Heimathaus des Sottrumer Heimatvereins teilzunehmen. Unter ihnen auch Delegationen aus den Partnergemeinden Sauveterre-De-Guyenne (Frankreich) und Lubasz (Polen), SPD-Bundesvorsitzender Lars Klingbeil sowie CDU-Landtagsabgeordneter Eike Holsten. Für das entsprechende Ambiente sorgte nicht nur das Heimathaus selbst, sondern auch drei Damen, die sich in original Sottrumer Trachten aus dem Jahr 1870 präsentierten.

„Wir wollen zum friedlichen Miteinander der Völker ein Quäntchen beitragen“, leitete Sottrums Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU), der auch Vorsitzender des Heimatvereins ist, den Festakt ein. Nachdem er die Geschichte Revue passieren ließ, folgte ein Lob für alle Handwerker. Besonders hob Krahn dabei die Haus- und Hofgruppe des Heimatvereins hervor. Auch für die anwesenden Politiker gab es ein „Dankeschön“ für „die erfolgreiche Begleitung bei den Förderanträgen“.

Dass die Herausforderung mit Erfolg gemeistert wurde, bescheinigte Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg dem Heimatverein. Dabei vergaß er nicht, Klara Dörheit zu erwähnen, deren Erbschaft maßgeblichen Anteil an der Finanzierung hat. „So konnte das herausragende Projekt umgesetzt werden“, erklärte Bahrenburg und stellte den Bezug zur Gegenwart her: „Europäischer Zusammenhalt ist so wichtig wie lange nicht.“

SPD-Chef Lars Klingbeil, der mit seinen 44 Jahren Europa und Frieden immer als selbstverständlich empfunden hat, stellte Europa in den Mittelpunkt seiner Rede. „Unsere Antwort muss sein: Mehr Europa und auf dem wunderbaren Kontinent weiter zusammenrücken.“ Eike Holsten betonte, dass beim Europäischen Kultur- und Heimathaus alle Beteiligten wie Behörden, Kommune und Ehrenamtliche an einem Strang gezogen haben. „Ich freue mich, dass ihr damit einen Ort der Begegnung geschaffen habt“, sagte der CDU-Politiker.

Während Holsten schon oft vor Ort war, war es für Christophe Miqueu, Bürgermeister der französischen Partnergemeinde Sauveterre-De-Guyenne, der erste Besuch im Wiesteort. Er zog Parallelen zur Eröffnung der Städtepartnerschaft, die 1973 der damalige Samtgemeindebürgermeister Willi Schröder in Frankreich vorgenommen hatte: „Eine solche Eröffnung wird ein Glück für unsere beiden Regionen sein. Ein solches Bekenntnis gegenseitiger Freundschaft ist für unsere beiden Völker und für Europa von großem Nutzen“, hatte Schröder damals gesagt.

Miqueu ergänzte: „Ich glaube, dass ich heute Wort für Wort dasselbe sagen kann.“ Außerdem lud er alle zum 50. Weinfest im kommenden Jahr ein. Mit „Lang lebe die deutsch-französische Freundschaft“, schloss er seine Rede.

Ebenfalls eine Einladung für 2023 sprach Marcin Filoda, Bürgermeister der polnischen Stadt Lubasz, aus.

„Die europäische Familie liegt uns am Herzen. Europa kennt keine Grenzen“, sagte Filoda. „Nur sprachlich“, ergänzte Lucyna Urbaniak-Pielka schmunzelnd, die die auf Polnisch gehaltene Rede auf Deutsch übersetzte.

Den Part „Deutsch-Französisch“ übernahmen Marie-Claude Döhring und Anja Miesner. Auch die plattdeutsche Kurzgeschichte, die Elisabeth Steinkamp vortrug, wurde von den Dolmetscherinnen in die jeweilige Landessprache übersetzt.

Das war bei den Musikbeiträgen des Shantychors Waffensen natürlich nicht notwendig.

Als Höhepunkt der offiziellen Einweihung gingen Holger Bahrenburg, Hans-Jürgen Krahn, Christophe Miqueu und Marcin Filoda mit den geladenen Gästen schließlich die wenigen Schritte vom Heimathaus zum Europäischen Kultur- und Heimathaus, wo das Quartett gemeinsam das rot-weiße Absperrband durchtrennte.

Im Anschluss war dann auch die Bevölkerung eingeladen, sich den Bau erstmals von innen anzuschauen.

Auf dem Außengelände wurde außerdem an einer Handvoll Ständen regionale Handwerkskunst präsentiert.

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