Hassendorf plant Erweiterung des Kindergartens

Großes für Kleine

Am Kindergarten Spatzennest in Hassendorf stehen Veränderungen an: Die Gemeinde kommt dem steigenden Betreuungsbedarf mit einer Vergrößerung des Gebäudes entgegen.
 ©Andreas Schultz

Hassendorf. Die Gemeinde Hassendorf hat für kleine Leute Großes vor: Die Planungen für den Um- und Erweiterungsbau im Kindergarten sind wieder ein Stück fortgeschritten. Jüngst stellten die Architekten Martin Menzel und Julia Malessa vom Büro „Martin Menzel Architekten“ die neueste Version des Entwurfs dem Hassendorfer Jugendausschuss vor.

Eins vorweg: Für die Planer geht es noch einmal zurück ans Zeichenbrett – nicht nur aus dem Grund, dass Ausschussmitglieder und Besucher der Sitzung eine ganze Menge Veränderungen vorzuschlagen hatten, sondern auch aus finanziellen Gründen. So machte Bürgermeister Klaus Dreyer (SPD) nach Vorstellung der Gebäude Innen- und Außenansichten sowie der Zahlen deutlich, dass Letztere ihm zu hoch seien. Auf etwas mehr als 1,5 Millionen Euro schätzen die Architekten das Gewicht des Pakets. Für den Bürgermeister eindeutig zu viel: „Bei 1,3 Millionen Euro liegt unsere absolute Schmerzgrenze“, sagte er. Hassendorf habe zwar Geld „auf der Kante“, aber auch noch andere Projekte zu finanzieren.

Was Menzel und Malessa ihrem Publikum für 1,5 Millionen Euro anboten, sah in etwa so aus: Das Gebäude, in dem sowohl die gemeindeeigene Wohnung, das Gemeindebüro und der Kindergarten untergebracht sind, soll in Richtung Norden vergrößert werden. Die Erweiterung setzt dort an, wo bislang der WC-Trakt liegt, der Zugang könne nach Fertigstellung über den Innenhof erfolgen, so die Architektin. Nach Entwurf entstehen Räume zur Speisenanlieferung und Verteilung, Schlaf-, Wasch- und Bewegungsraum, separate WC-Anlagen für Groß und Klein. Das Büro für die Leitung der Einrichtung könne direkt am Eingang positioniert werden. „So hat man von dort immer den Zugang im Blick“, erklärte Malessa. Der Ausgang aus dem bestehenden Bereich in Richtung Garten könne bleiben. 365 Quadratmeter Platz entstünden so, rechnete die Planerin vor, 70 nochmal für eine zusätzliche optionale Gruppe. Äußerlich setzen die Architekten auf Rot: Die Ziegelfassade setzt sich auch in der Erweiterung fort, der Dachbelag ist in kräftigen Tönen gehalten.

Was Ratsmitglieder und Besucher nach der kurzen Vorstellung des Entwurfs interessierte, waren unter anderem die Möglichkeiten, wie er eventuell simpler und damit billiger zu gestalten wäre. So beschäftige den Ausschussvorsitzenden Philipp Willenbrock (CDU) die Frage, ob zwei zusätzliche Giebel im Dach sein müssten, wenngleich sie optisch ansprechend wären. Hinrich Buthmann und Herrmann Rugen sprachen sich – in diesem Fall als Teilnehmer der offenen Bürgerdiskussionsrunde – dafür aus, auf die dazugehörigen Erker zu verzichten und stattdessen die Außenwand des Gebäudes linear zu gestalten, „glatt zu ziehen“. Auch Energie war ein Thema: Dreyer regte an, über die Installation einer Solaranlage auf dem Dach nachzudenken. Würde der Strom nicht direkt in der Einrichtung verbraucht, könne er ins nebenan gelegene Dorfgemeinschaftshaus gespeist werden. „Da ist der Verbrauch relativ hoch“, begründete er.

Neben der Kritik an der Fassade gab es auch viel Zuspruch für den Entwurf. Willenbrock empfand den Zugewinn als „bombastisch“ und die angehende Kita-Leitung war angetan von der Raumaufteilung.

Der Architektenbüro wird nun die Anregungen gewichten und gegebenenfalls einarbeiten. Der überarbeitete Entwurf geht schließlich den Fraktionen des Rats zu, die sich bis zum Verwaltungsausschuss am 2. Februar austauschen. Das nicht öffentlich tagende Gremium hat das letzte Wort, dort kommt es zur Entscheidung.

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